Keine Angst vor Entscheidungen, auch nicht vor falschen Entscheidungen

Ayurveda gegen AngstEntspanne dich – fälle deine Entscheidungen im Bewusstsein: Du kannst dich nicht falsch entscheiden – sofern du nach ethischen Gesichtspunkten dich entscheidest. Warum? Darüber spricht Sukadev in der unteren unbearbeiteten Niederschrift eines Vortrags aus einem Workshop zum  Thema “Ängste überwinden mit Yoga”. Es geht insbesondere um ein tiefes Verständnis von Karma:

Als zweites sagt das Gesetz des Karmas, wir können uns auch nicht falsch entscheiden, solange wir uns ethisch entscheiden. Wir können uns nur für etwas entscheiden, für das wir Karma haben. Wir können uns für nicht entscheiden, für das wir kein Karma haben. Deshalb können wir Entscheidungen auch gelassener angehen, wir brauchen jetzt keine Angst zu haben, die falsche Entscheidung zu treffen. Es gibt natürlich falsche Entscheidungen. Was wäre eine falsche Entscheidung? Eine unethische Entscheidung. Das ist eine falsche Entscheidung. Also, wenn man überlegt: „Ich will irgendwie erfolgreich sein, da gibt es den Menschen, der im Weg ist, den erschieße ich.“ Das wäre eine falsche Entscheidung. Aber ich nehme jetzt an, bei euch ist das jetzt nicht die Frage, eine ethisch richtige oder falsche Entscheidung zu treffen, sondern unter den ethisch vertretbaren und guten Entscheidungen, was ist die richtige. Und da steht man ja immer wieder vor Entscheidungen und wie ich zu Anfang des Workshops gesagt habe, vermutlich heutzutage sehr viel häufiger als früher. Und dann kommen eben Menschen auch vor die Frage, die Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Und da hatte ich euch ja am Anfang einen Tipp gegeben, nicht die beste Entscheidung treffen zu wollen, sondern in neunzig Prozent der Entscheidungssituationen nur die ausreichend gute Entscheidung treffen zu wollen. Und als Übung kann man auch sagen, bewusst öfters mal die zweitbeste Entscheidung zu treffen. Zu sagen: „Es gibt die beste, es gibt die zweitbeste und ich wähle bewusst die zweitbeste.“ Aber das heißt trotzdem, dass bei fünf bis zehn Prozent der Entscheidungssituationen man trotzdem versucht, die beste Entscheidung zu treffen. Also, es geht nicht immer. Und angenommen, ihr wärt mein Chirurg, dann würde ich euch bitten, nicht eine ausreichend gute Entscheidung zu treffen. Dann wären meine Ansprüche etwas größer. Aber der nächste Aspekt ist dann, wenn wir unsere Entscheidung treffen nach bestem Wissen und Gewissen, können wir keine falsche treffen. Wenn wir uns für etwas entscheiden würden, für das wir kein Karma hätten, dann wäre es nicht möglich, das zu machen. Und der Sinn des Lebens hier ist nicht, großen Erfolg aufzubauen, sondern Sinn des Lebens ist, Erfahrungen zu machen und zu wachsen, und ein zweiter Sinn ist durchaus, etwas zu bewirken in der Welt, aber eben als Instrument. Und bewirken kann auch sein, man baut was auf und es geht kaputt, auch daran lernen viele Menschen.

 

Das war also der 25. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Yogastunde gegen Angst

Yoga gegen AngstDer Besuch einer Yogastunde ist die effektivste Weise, Ängste wieder loszuwerden, Angst vorzubeugen. Warum und wieso – darüber spricht Sukadev. Und wenn du eine Anleitung zu einer Yogastunde haben willst – gehe auf die Seite “Yogastunde” – oder besuche eine Yoga Vidya Yogaschule… Unten erklärt Sukadev, warum der Besuch einer Yogastunde so hilfreich ist. Hier die unbearbeitete Niederschrift aus einem Workshop “Ängste überwinden mit Yoga” (und ganz unten eine mp3 Yogastunde Audio Anleitung):

Gut, dritter Aspekt von Hatha Yoga sind Asanas, die Körperübungen. Und die Körperübungen helfen natürlich auch, alle Spannungen zu beseitigen. Die Körperübungen helfen durch Anspannen und Loslassen, durch Dehnung und Loslassen, an alle Spannungen heranzukommen und damit auch Ängste zu überwinden. Auch hier, täglich Asanas, ganz ausgezeichnet, vorbeugend, wie auch heilend gegen alle Arten von Ängsten. Asanas helfen auch, mehr Energie zu haben, und auch mit mehr Energie fällt es wieder leichter. Asanas helfen, sich zu zentrieren, auch das wiederum ist wichtig. Asanas helfen auch mal, in seinem eigenen Körper sich wohl zu fühlen und in seinem Körper zu ruhen. „Ruhen“ ist, glaube ich, ein gutes Symbol. So viele Menschen heute sind so viel abgelenkt, dass sie gar nicht mehr ihren Körper spüren, sich nicht mehr in ihrem Körper wohlfühlen, sich nicht mehr Zuhause fühlen in ihrem Körper. Und dann, wenn man das nicht mehr ist, dann fällt es sehr leicht, in verschiedene Ängste sich hineinzusteigern. Wenn man dagegen sich in seiner Haut wohlfühlt – man kann sagen, der Körper ist ein gutes Zuhause. Vielleicht habt ihr auch eine schöne Wohnung, vielleicht habt ihr auch schöne Kleidung, in der man sich auch irgendwie wohlfühlen kann. Manche werden auch ein Auto haben, indem sie sich wohlfühlen. Das ist wie so verschiedene zusätzliche Körper, die wir um uns herum haben. Aber in einem Körper sind wir die ganze Zeit oder in einem Zuhause und das ist dieser Körper. In dem können wir uns wohlfühlen, den können wir bewusstmachen, in dem können wir uns auch ausruhen. Und ich möchte euch auch ermutigen, dass ihr wirklich Hatha Yoga auch so macht, denn man kann natürlich auch Hatha Yoga machen, um flexibler zu werden, um wirklich was zu bewirken, um die tollsten Asanas zu machen usw. Und ich bin auch einer, ich liebe es, fortgeschrittene Asanas zu unterrichten, ich liebe es auch, Menschen über ihren Wohlfühlradius hinauszubringen und ich liebe es auch, das durchaus selbst zu machen. Das ist auch etwas Gutes, zu erkennen, was alles noch möglich ist. Auch das hilft gegen Ängste und gibt Selbstbewusstsein. Nur, das darf nicht so weit gehen, dass Menschen nachher sagen: „Ich bin nicht gut genug. Ich tauge nichts. Ich muss das erreichen. Wenn ich nicht bald mit dem Kinn auf dem Schienbein bin, dann…“ Also, Asanas, sehr wichtig, man kann sagen, es gibt Yang-Asanas, Yin, oder auf gut Sanskrit Ha und Tha. Es ist durchaus auch mal gut, sich zu fordern und das ist Ha, aber es ist auch gut, zu entspannen und sich Zeit zu nehmen, sich wohlzufühlen in seinem Körper.

Das war also der 19. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

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Angst und Ängste als Sprache der inneren Minister

Yoga gegen AngstKeine Angst vor der Angst – das ist die Essenz dieser Vortragsmitschnitte zum Thema Yoga und Angst. Hier geht Sukadev auf Folgendes ein: Angst und Ängste sind Sprache der inneren Minister, also des Unterbewusstsein, der inneren Intelligenz. Du kannst lernen, diese Sprache zu verstehen – dich aber nicht “rumkommandieren” zu lassen. Wie das geht? Dazu lies die folgenden unbearbeiteten Vortragsmitschriften aus dem Workshop “Angst überwinden mit Yoga”, neunter Teil:

Ok, so haben wir also viele Minister und jetzt kommt noch der – das Thema ist ja eigentlich „Ängste“. Wenn ich so merke, ich schweife sehr stark ab, aber ich vermute, viele von euch sind nicht deshalb hier, weil das Thema „Ängste“ ist, sondern einfach weil ich hier sitze. Und so kann ich halt auch meine Intuition einfach sprechen lassen. Die, die hauptsächlich wegen dem Thema hier sind, es ist auch ein Thema, indem wir das Thema weit streuen, hilft das auch gegen Ängste, weil man sich einfach bewusst wird, was man noch hat. Und Ängste sind auch wieder eigentlich Ausdrücke von Verschiedenem. Ängste berühren einige Minister. Man kann sagen, es ist so ein Ausdruck verschiedener Minister. Natürlich gibt es erst mal den Minister für Selbsterhaltung, der will, dass man überlebt. Und der manifestiert sich z.B., wenn man irgendwo auf einem siebten Stock ist und dann überlegt: „Soll ich mal auf die Ballustrade von der Terrasse oder vom Balkon gehen?“ Da meldet er sich stark. Der meldet sich, wenn ein quietschendes Auto kommt. Also, Ängste sind zum einen Minister für Überleben. Zum zweiten ist die Angst aber auch ein Ausdruck von vielen anderen Ministern. Es gibt da eben den Minister für Liebe und der hat auch Ängste. Sei es eine Angst, dass er nicht ausreichend gut für andere ist oder dass er sich unbeliebt macht. Man kann sagen, Ängste sind irgendwo ein Ausdruck von vielen Ministern und das ist jetzt auch schon etwas, wo ihr überlegen könnt, Ängste, die ihr habt, welcher Minister steckt dahinter oder welcher Mitarbeiter, welcher Anteil in euch?  Vielleicht ist es der Minister für Vollkommenheit und ihr habt Angst, dass ihr nicht ausreichend gut seid. Vielleicht ist es eben der Minister für Liebe oder Staatssekretär für Popularität. Angst, andere denken schlecht über euch. Vielleicht ist es der Minister für Kindererziehung – klingt eigentlich dumm – und der will es richtig machen. Und der denkt: „Ich mache es nicht richtig.“ Der verbündet sich dann mit dem Minister für Vollkommenheit. Oder der Gesundheitsminister in Gestalt vielleicht des Staatssekretärs für Hygiene. Und dann haben Menschen Angst, dass sie sich anstecken könnten und müssen ständig ihre Hände waschen. Das könnt ihr so ein bisschen überlegen, nur einen Moment lang, welche Ängste ihr vielleicht habt, und der Ausdruck von welchem wichtigen Minister sie eigentlich sind. Vielleicht sind dort mehrere daran beteiligt, und manche werden feststellen, da ist einer ganz konkret. Und im Raja Yoga ist das so ein erster wichtiger Schritt, dass ihr nicht schlimm findet, dass Ängste da sind, sondern erst mal feststellen: „Ängste, das ist ein Zeichen, da manifestiert sich ein Minister in mir oder ein Anteil in mir, der wichtig  ist, den ich brauche und der gut ist.“ Und danach, der zweite Schritt wäre, man könnte zum einen mit dem sprechen und sagen: „Du, es ist toll, dass es dich gibt, und toll, dass du das willst. Und ich habe dein Anliegen verstanden und ich werde mich darum kümmern.“ So kann ein guter Chef z.B. mit seinen Mitarbeitern sprechen, so kann ein König zu seinem Minister sprechen. Meistens reicht das allein nicht aus, denn der Mensch ist von seiner Persönlichkeitsstruktur nicht so diktatorisch ausgerichtet, dass wir einfach sagen können: „Ich mache das jetzt so.“ Menschen sind insgesamt auch im Miteinander eher demokratisch ausgerichtet. Und man weiß, in allen Naturvölkern sind demokratische oder halbdemokratische Strukturen so lange da, wie die Größe des Stammes nicht über zwanzig bis dreißig ist. Wenn es über zwanzig und dreißig ist, dann wird ein Führer gewählt, und wenn sie kleiner bleiben, ist der erst nur vorübergehend und der kann gewechselt werden. Und je größer umso mehr wird es dann schließlich zur Erbmonarchie. Das war dann aus bürokratischen Gründen irgendwann notwendig. Man kann sagen, und die moderne Demokratie hat den großen Vorteil, sie hat es irgendwie organisatorisch geschafft, einigermaßen demokratische Richtlinien in einen Staat hineinzubringen. Man muss sagen, einigermaßen demokratisch, denn natürlich, parlamentarische Demokratie ist ja etwas anderes und man könnte auch nicht alles vollständig basisdemokratisch entscheiden. Vielleicht die Schweiz es halbwegs vorlebt, dass es doch irgendwie funktioniert, obgleich da manchmal wirre Sachen beschlossen werden, aber das manchen unsere Politiker hier auch. Aber ob ein Staatswesen von der Größe von Europa mit Volksentscheiden für jede Einzelfrage gut regiert werden könnte, eine Sache, aber doch irgendwo organisatorisch Demokratie einigermaßen verankert. Gut, und so ist auch unser Geist auch irgendwo demokratisch organisiert, nicht so sehr hierarchisch. Und dann ist es leichter, eine Ministerkonferenz einzuberaumen. Eben, der eine hat halt Angst, dann kann man eben sagen, dass der Minister für Selbsterhaltung sagt: „Kein Risiko.“ Dann kommt aber der nächste und das ist der Minister für Vollkommenheit, der sagt: „Ich muss mich weiterentwickeln, dann muss ich auch mal ein Risiko eingehen.“ Dann meldet sich noch der Wirtschaftsminister und sagt: „Ja, Risiko ist einzugehen und letztlich, irgendwo muss die Familie ernährt werden und dazu ist es notwendig.“ Und dann kommt noch der Minister für Liebe oder Fürsorge, Sozialminister oder Gesundheitsminister, die kommen alle dazu. Und dann anschließend seid ihr plötzlich frei. Ich kann euch das wirklich empfehlen, probiert es mal aus. Einige von euch werden merken, es ist wie ein Haken umgelegt, irgendwie ist man frei. Die Ängste sind nicht mehr schlimm, Reizbarkeit ist nicht mehr schlimm, schlechtes Gewissen ist weg und man hat jetzt die Möglichkeit, irgendwo sich zu entscheiden und es ist gut so. Ich will nachher das Raja-Yogasystem etwas weiter ausbauen noch.

– Fortsetzung folgt –

Das war also der neunte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Keine Angst vor Unbeliebtheit – Nicht alle müssen dich mögen

Yoga gegen AngstNicht alle müssen dich mögen – du brauchst keine Angst davor haben, dich unbeliebt zu machen. Der innere Antreiber: “Alle müssen mich mögen – sonst ist es ganz schlimm” muss dich nicht beherrschen. Es ist gut, mitfühlend mit Menschen umzugehen. Es ist gut, sich zu zu verhalten, dass du die Bedürfnisse anderer Menschen berücksichtigst. Aber lass dich davon nicht unter Druck setzen – lass dir keine Angst einjagen: Konflikte gehören zum Leben dazu.

Darüber spricht Sukadev in dieser achten unbearbeiteten Niederschrift aus dem Workshop “Angst und Ängste überwinden mit Yoga“:

Und den Minister für Popularität und Beliebtheit könnte man auch sagen – das ist eigentlich kein Minister, sondern ein Staatssekretär und der Staatssekretär ist untergeordnet dem Minister für Liebe. Und tief im Inneren haben wir den tiefen Wunsch, Liebe zu geben, Liebe zu erfahren und mit allen irgendwo Liebe zu spüren. Ist es möglich, Liebe zu allen zu spüren? Ich behaupte, ja. Ist es möglich, konfliktfrei mit allem Menschen zu leben? Nein. Ein Jesus, Inkarnation von Liebe, wurde ans Kreuz genagelt. Buddha, Inkarnation von Mitgefühl, es gab einige Mordanschläge. Nach einer der vielen Buddha-Erzählungen ist er sogar zum Schluss vergiftet worden. Manche sagen aber, es war nur versehentlich. Andere sagen, er war halt achtzig und es war einfach eine Magenverstimmung. Das kann auch passieren. Aber sicher ist, dass er Gegner hatte. Ein Swami Sivananda, vielleicht einer von denen der modernen Zeit, der dieses „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, bear insult, bear injury, trage Schmähungen, Kränkungen, Beleidigungen“ in einem unglaublichen Maße entwickelt hat. Man könnte nicht sagen, dass er Feindesliebe entwickelt hat, nämlich Swami Sivananda hat nie das Gefühl gehabt, dass der Feinde hatte. Er wurde furchtbar kritisiert für vieles, was er gemacht hat. Es fing damit an, in seinem Ashram wurde die Kastentrennung konsequent aufgehoben. Es war ein Mönchskloster und er hat Frauen in den Ashram geholt. Skandal. Also, nicht geholt, sondern aufgenommen. Die dort bleiben wollten, konnten dort lernen. Gut, es ist trotzdem ein Mönchskloster, so dass bis heute dort in dem Ashram selbst die männlichen Swamis überwiegen, aber man hat das zugelassen. Er hat Westler in den Ashram gelassen, er hat Englisch gesprochen. Ein Skandal nach dem anderen. Er hat im Ashram selbst ein Krankenhaus gehabt, wo dann Menschen medizinisch versorgt wurden. In dem heiligen Ashram, die Todkranken und die auch nicht unbedingt spirituell waren. Auch sogar westliche Schulmedizin, Skandal. Traditionelle Gegend und da war jetzt ein Krankenhaus, was nach westlichen Standards OPs durchgeführt hatte, sich später spezialisiert hatte – ausgerechnet ein Männerkloster spezialisiert sich dann auf Frauenkrankheiten. Weil, nachdem es Krankenhäuser in der Gegend gab, die das andere abgedeckt haben, hat der Ashram diese Abteilungen reduziert und dann war halt die Abteilung für Gynäkologie wichtig. Dafür ist er bis heute bekannt. Also, wenn man dort zu den Sprechzeiten kommt, da sind meistens Frauen, die dort hinkommen. Also, ein Skandal nach dem anderen. Aus Liebe, aus Mitgefühl. Und Swami Sivananda hat auch nicht geschimpft über die anderen. Irgendwann mal gab es einen großen Kongress und dort gab es jemanden, der ist aufgestanden und hat dann Swami Sivananda beschimpft, dass er diese klassische indische Spiritualität aufgibt, dass Nicht-Brahmanen dort Lehrer sind, dass Leute die Mantras nicht richtig aussprechen, dass Leute bei Pujas mitwirken, die das nie gelernt hätten und noch eine ganze Menge anderes. Und der Swami Sivananda hat dann gesagt, er möge bitte nach vorne kommen, er sollte vorm Mikrofon sprechen, dass alle Leute das hören. Und die im Ashram, die halt nach der Zeit geguckt haben, haben gesagt: „Wir haben keine Zeit, Meister, dafür.“ Dann hat er gesagt: „Das geht von meiner Redezeit ab.“ Und er hat ihn dann reden lassen. Das ist ein Punkt. Und dann hat Swami Sivananda zum Schluss noch gesagt: „Danke, wir müssen uns immer bewusst sein, wir müssen auch die klassische Spiritualität leben. Und es ist gut, dass es solche Menschen gibt, die klassische Spiritualität leben.“ Oder traditionell, das ist nicht klassisch, sondern traditionell. Denn die Traditionalisten, auch wenn sie häufig Dinge machen, die unsinnig sind, sie helfen auch, etwas anderes zu bewahren. Währenddessen solche Revoluzzer, wie es letztlich Swami Sivananda war, die müssen dann auch aufpassen, dass sie dann nicht zu weit gehen. Und so hat er sich auch selbst immer wieder überprüft, was ist wirklich unabdingbar und was muss da sein, und was kann man ändern. Durch den Einfluss von Swami Sivananda hat sich sehr viel geändert in Indien. Und heute, wenn man heute seine Schriften liest, klingen die zum Teil etwas traditionell. Nur zu seinen Zeiten waren das revolutionäre Sachen. Und Swami Sivananda hatte wirklich alle mit Mitgefühl und Freundlichkeit behandelt, sogar die Kritiker, sogar diejenigen, von denen er fand, dass das, wie sie lehren, nicht das Richtige ist, dass sie eben im Namen von Spiritualität Menschen unterdrücken. Gegen die hat er nicht so sehr geschimpft, er hat sein Ding gemacht, und das hat eine Ausstrahlung gehabt, so dass nachher immer mehr dort ihm gefolgt sind. Aber auch auf ihn wurde ein Mordanschlag verübt. Es wird gesagt, dass es ein Geistesgestörter war, aber mir hat mal jemand im Ashram gesagt, eigentlich war es ein Fanatiker, ein Fundamentalist. Die im Ashram haben das aber heruntergespielt, dass es nicht zu Unruhen kam. Das war ja 1950, das war die Zeit der Hindu-Moslemunruhen und so wie Gandhi von einem Hindufanatiker getötet wurde, so gab es dann auch auf Swami Sivananda einen Mordanschlag von einem Fanatiker. Aber Swami Sivananda oder die Ashramleiter wollten nicht, dass das an die große Glocke kommt, und der hatte schon auch irgendwelche komische Sachen gehabt, wie vermutlich, eigentlich alle Fanatiker sind geistesgestört in meiner Einschätzung, gerade dann, wenn der Fanatismus so weit geht, dass er gewalttätig wird. So war es auch nicht ganz falsch, aber sie haben im Wesentlichen gesagt, es war ein Geistesgestörter. Aber Swami Sivananda hat sich dann vor ihm verneigt – also, er hat mit einer Axt auf ihn eingeschlagen, Swami Sivananda ist auch blutig gewesen. Swami Vishnu, sein Assistent, hat den anderen niedergerungen. Swami Vishnu war ja Hatha Yogi – also, Swami Vishnu, habt ihr hier ein Bild? Also jedenfalls, Schüler von Swami Sivananda, von dem ich selbst gelernt habe. Also, der war der Assistent von Swami Sivananda, er hat den anderen niedergerungen und hat Swami Sivananda das Leben gerettet. Und Swami Sivanandas erste Wort waren: „Vishnu Swamiji, mäßige deinen Zorn.“ Irgendwo war er in Sorge, dass der Swami Vishnu den anderen zu fest anpackt und vielleicht blaue Flecken macht. Gut, und dann wurde die Polizei gerufen und dann ging Swami Sivananda zu dem hin und hatte die Axt mitgebracht und hat gesagt: „Hier hast du die Axt, wenn du willst, kannst du jetzt dein Werk vollenden.“ Und danach, das hat der andere dann nicht gemacht, dann hat der Swami Sivananda der Polizei gesagt: „Bitte, entlasst ihn, ich werde mich um ihn kümmern.“ Und die Polizei hat ihn dann auch tatsächlich entlassen. Das wird im heutigen Indien jetzt natürlich nicht mehr möglich sein, aber dort damals in Rishikesh. Und dann hat Swami Sivananda ihn schon nach Südindien zurück zu seiner Familie fahren lassen, hat aber dann noch jahrelang Briefkontakt gehabt, hat ihn auch transformiert. Also, er hat schon vieles gemacht und hatte dort auch keine Ängste gehabt, wir ihr daraus sehen könnt, trotzdem hat er Gegner gehabt. Und so in diesem Sinne, der Minister für Liebe und Mitgefühl ist da, nur er hat auch den Anspruch, dass immer nur alles schön ist und dass alle harmonisch sind, nur unter Menschen ist keine Dauerharmonie möglich. Wir können es versuchen, soweit wie möglich.

 

Das war also der achteTeil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Keine Angst vor inneren Antreibern – Umgang mit Vollkommenheits-Anspruch

Yoga gegen Angst Die inneren Antreiber setzen einen unter Druck – und erzeugen Angst, weil man ihrem Anspruch nicht gerecht werden kann. Das Konzept von König und Ministern kann dir helfen, mit deinen inneren Antreibern geschickt umzugehen: Nutze ihre Kraft – lass dich nicht von ihnen beherrschen. Und vor allem: Lass dir durch die inneren Antreiber keine Angst einjagen. Wie das geht? Dazu lies den unteren Vortragsmitschnitt von Sukadev. Sei dir bewusst: Das ist eine unbearbeitete Niederschrift eines Live Vortrags – so ist es sehr lebendig, aber nicht immer gemäß deutscher Rechtschreibung und Grammatik…

Ich habe vorher gesagt, es gibt viele Gründe, weshalb wir Ängste haben, unter anderem, weil wir uns selbst unter Druck setzen. Es gibt die so genannten inneren Antreiber, die wir haben. Ich glaube, die meisten von euch werden von dem schon gehört haben. Der eine sagt: „Du musst vollkommen sein.“ Der nächste sagt: „Alle müssen dich mögen.“ Der nächste sagt: „Du musst schnell sein.“ Und der nächste sagt: „Du musst stark sein.“ Ist gut, dass wir die haben? Ja, es ist gut. Angenommen, man hätte jetzt keinen von denen, dann wäre man ausgesprochen träge und würde kaum etwas zustande bringen und irgendwo andere müssen dann die Aufgaben übernehmen. Dann muss vielleicht der Partner einem sagen: „Du kannst dich nicht so hängen lassen.“ Oder der Staat probiert „Fördern durch Fordern“ oder so ähnlich. Ob das immer gelungen ist, ist eine andere Sache, aber so vom Prinzip her. So ist es auch nicht gut, wenn Menschen sich hängen lassen, sondern es ist gut, auch einen inneren Antreiber zu haben. Ein innerer Antreiber – wir können einen Minister für Geschwindigkeit haben, einen Minister für Effizienz, man könnte einen Minister haben für Beliebtheit, der will, dass wir beliebt sind,  man könnte einen Minister haben für – das Kabinett wird langsam immer größer. Das ist durchaus eine Hilfe. Ihr könnt so überlegen bei euch selbst: „Wen habe ich in mir?“ Und es hilft insbesondere, wenn ihr irgendwo etwas in euch nicht mögt. Dann ist erst mal gut, zu gucken, welches wohlmeinende Prinzip ist dahinter? Und dann kann man gucken: Und wie könnte man dessen eigentliches Aufgabengebiet beschreiben? Und dann kann man ihn respektieren und anerkennen und Achtung schenken. Anstatt zu sagen: „Was bin ich doch für ein schrecklicher Typ, dass ich da wieder Ängste habe. Was bin ich doch schrecklich, dass es mir wieder nicht gelungen ist, um 05:30 Uhr aufzustehen und meine Asanas und Pranayama zu machen und meinen Joggen und mir gemütlich Frühstück selbst zu machen. Jetzt bin ich wieder um 07:00 Uhr aufgestanden und habe einfach irgendwas in den Mund geschoben, was halt doch irgendwo schon fertig war.“ Es nutzt nichts, sich zu schimpfen, denn wenn man sich dann schimpft, was passiert dann? Man ist frustriert, dann meldet sich der Minister für Wohlbefinden und der sagt: „Stopp! Die schnellste Weise, dass du dich besser fühlst, ist Zucker-Fettgemisch.“ Der will, dass wir uns gut fühlen und Zucker-Fettgemische sind die schnellste Weise. Die nennen sich dann je nachdem Schokolade oder anders, aber man könnte sich auch gesündere Zucker-Fettgemische einfallen lassen, auch als Schnellmöglichkeit, sich vorübergehend gut fühlen zu können. Oder man lernt, anders damit umzugehen. Man bringt den armen Minister für Gemütlichkeit nicht so sehr in Bedrängnis, dass er denkt: „Dem geht es so schlecht, ich muss ganz schnell etwas machen, dass es dem gut geht.“ Gut, die Hirnphysiologie würde dann sagen, was dort ausgeschüttet wird, aber psychologisch können wir einiges sagen. Aber in jedem Fall, es ist eine andere Sache, das anzuerkennen und zu sagen, es ist gut, dass er da ist und „ich danke dir, dass du da bist“ und dann könnte man als nächstes überlegen: „Ok, du hast das gesagt.“ Dann kann man sagen: „Wir machen kurz eine Ministerkonferenz. Wer meldet sich da noch?“ Und dann gibt es den Gesundheitsminister und der sagt: „Zucker-Fettgemische sind auf die Dauer nicht gut. Das müssen wir ändern.“ Und dann gibt es vielleicht noch den Popularitätsminister und der sagt: „Zu dick sein, ist heute nicht mehr in.“ Dann gibt es den Leistungsminister oder so ähnlich und der sagt: „Ich stehe im Wettbewerb mit meiner Kollegin, wer man schnellsten abnimmt usw.“ Und so kann man eine richtige Konferenz dort einberufen. Dann gibt es auch noch den Nörgler und da kann man auch überlegen: „Was will der eigentlich?“ Und dann kann man sagen: „Du bist nie gut genug.“ Man könnte auch sagen, der Minister für Vollkommenheit. So können wir ihn nennen. Und wir können ihm auch sagen: „Eigentlich willst du, dass ich die Selbstverwirklichung erreiche.“ Der Minister für Vollkommenheit ist nicht zufrieden, bis Nirvikalpa Samadhi, das ist die Erleuchtung. Und es ist gut, dass es den gibt, denn der wird uns nie zufrieden sein lassen mit irgendetwas. Aber der ist nicht nur zuständig für die Erleuchtung, sondern der ist auch zuständig dafür, dass wir nie ganz zufrieden sind mit dem, was wir machen. Und obgleich Yoga ja eigentlich Entspannung ist und obgleich Krishna ständig sagt: „Hänge nicht an den Ergebnissen, sei gleichmütig in Erfolg und Misserfolg und hänge nicht an den Früchten, hänge nicht an der Handlung und sei gleichmütig in Erfolg und Misserfolg.“ Was erlebt man unter Yogaübenden doch? Was erlebt ihr unter euch? Irgendwo ist man doch nicht zufrieden in Erfolg und Misserfolg und man beschimpft sich zum Teil. Und ich habe da auch so eine Theorie. Vermutlich ist das einfach ein kulturelles Phänomen und in anderen Kulturen ist das auch nicht so stark. Wir haben hier schon bestimmte Minister mit besonders viel Kraft ausdrücken lassen, aber ich glaube es auch, Yogaübende wollen zur Vollkommenheit hingehen und dieser Drang, diese Erleuchtung zu erlangen, manifestiert sich dann im Materiellen, indem sie mit nichts Äußerem auch zufrieden sind. Und dann kann man eben den Minister auch anerkennen und sagen: „Du bist der Minister für Vollkommenheit und es ist gut, dass du da bist.“ Man kann sagen: „Aber weißt du, gut dass ich dich höre, aber in dem Fall, finden wir einen Kompromiss zwischen Gemütlichkeit und Vollkommenheit.“

Das war also der siebte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Raja Yoga und Ayurveda Ratgeber Angst

Yoga gegen AngstRatgeber Angst – dazu entwickelt sich dieser Blog. Heute die Fortsetzung der Raja Yoga Tipps: Siehe Angst als Sprache deiner inneren Minister – und gehe königlich damit um. Hier geht es also weiter mit dem nächsten Teil der unbearbeiteten Niederschriften eines Workshops mit Sukadev. Es geht hier nochmals um die Wertschätzung des Kapha-Prinzips, des inneren Schweinehunds, als Mittel gegen Überforderung, gegen Ängste:

Im Yoga lässt man es sich gutgehen, man legt sich hin, man macht Tiefenentspannung. Natürlich, manche Menschen jetzt, die verzichten auf die Tiefenentspannung und dann sind es nur noch die anstrengenden Asanas, aber klassisches Yoga, Tiefenentspannung dabei und man spürt den Körper. Es gibt jetzt auch Yogarichtungen, stattdessen guckt man die ganze Zeit in einen Spiegel und man vergleicht: „Bin ich genauso gut wie die anderen?“ Man kann inzwischen auch Yoga mit dem vollen Leistungsdruck üben, wie anderes auch. Bei Yoga Vidya gibt es keine Spiegel und wir schauen nicht, ob wir besser sind als andere. Und das ist mit eine der Hauptaufgaben des Yogalehrers, der Yogalehrerin, den Teilnehmer dazu zu bringen, weniger zu gucken. Ich habe vor kurzem mal so ein Buch gelesen von einem Journalisten, das fand ich dann doch erschreckend, wie sehr Anfänger… Er hat irgendwie so beschrieben, seine Anfangszeit Yoga. Ich fand es sehr erschreckend, wie sehr Anfänger doch am Anfang schauen: Sind sie gut genug? Sind sie in der richtigen Ecke? Blamieren sie sich? Was denkt der Yogalehrer, die Yogalehrerin? Wie sind die anderen Cracks usw.? Ich hoffe, dass das bei Yoga Vidya weniger ist als dort, aber selbst wenn es am Anfang so ist, dann bin ich doch überzeugt, dass, wer ein paar Monate zum Yoga Vidya Centrum kommt, geht das verloren und man spürt mehr sich selbst und dann nimmt man auch Kontakt auf und dann macht sich auch ein verschüttet gegangener Minister für Gemütlichkeit auch bemerkbar. Gut, so haben wir diese Minister, die da sind, aber wiederum würde gelten, aber wenn wir jetzt den Minister für Gemütlichkeit zum Premierminister machen oder noch mehr, zum Diktator, und der macht einen Staatsstreich und beherrscht die ganze Szene, das ist wiederum nicht gut. Auch dann kann man zum Depressiven werden oder irgendwann verliert man seinen Arbeitsplatz, vermutlich  verliert man irgendwann seinen Partner, denn der findet das auch nicht gut, dass er ständig alles machen muss und die Kinder finden es auch nicht gut. Wobei ein gesundes Kapha ist auch gut. In Indien gilt Kapha irgendwo, mindestens im Traditionellen, als besonders gut. Es werden mehr von Vata– und Pitta-Störungen gesprochen, weniger von Kapha-Störungen. Und Ayurveda-Ärzte werden sehr viel häufiger Vata-Störungen diagnostizieren als Kapha-Störungen und auch mehr Pitta-Störungen als Kapha-Störungen. Vielleicht auch, weil im Westen das jetzt mehr ist. Zu anderen Zeiten war es vielleicht anders herum. Also, man sollte aufpassen, dass wir diesen Minister nicht zu stark werden lassen. Aber er ist wichtig, aber er sollte nicht der Diktator sein.

Das war also der sechste Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Raja Yoga Ratgeber Angst – Fortsetzung

Yoga gegen AngstDer König und seine Minister – so kannst du deinen Geist umschreiben. Du kannst lernen, dich selbst als König zu etablieren, und alle Anteile, Bedürfnisse, Wünsche etc. als Minister sehen. Alle Emotionen sind Kommunikationsstrategien deiner inneren Minister. So ist auch Angst eine Weise, wie dein Unterbewusstsein mit dir kommuniziert – und dir wertvolle Tipps gibt. Hier also die Fortsetzung der unbearbeiteten Niederschriften des Mitschnitts des Workshops mit Sukadev zum Thema “Überwindung von Ängsten mit Yoga”. Ach ja, Sukadev hat sogar eine sehr freundliche Anregung zum Umgang mit dem inneren Schweinehund:

Was verstehe ich hier unter Minister? Wir haben verschiedenste, man könnte auch sagen, Anteile in uns und die meinen es alle gut und die sind wichtig, aber sie sind nicht absetzbar. Z.B. wir haben einen Justizminister in uns. Der Justizminister oder der Minister für Gerechtigkeit, der findet, das ist ungerecht. Ich habe gestern in Augsburg eher gesprochen – es ging mehr um Ärger und wie man Ärger überwindet. Und morgen ist das nochmal mehr Gelassenheitsthema, sowohl Ängste als auch Ärger. Und sehr viel Ärger kommt aus dem Justizminister, dem Minister für Gerechtigkeit, der sagt: „So hat es zu sein und so darf es nicht sein.“ Der ärgert sich, wenn jemand die Vorfahrt nimmt. Der ärgert sich, wenn jemand sich vordrängt. Der ärgert sich selbst dann, wenn man genügend Zeit hat. Und der ärgert sich über Ungerechtigkeiten usw. Ist es gut, dass wir diesen Justizminister im Inneren haben? Das ist sehr wichtig. Wenn wir den nicht hätten, dann wird man in viele Probleme kommen und die Gesellschaft würde ungerecht sein. Es ist gut, dass Menschen aufbegehren, wenn es ungerecht ist. Und es ist gut, dass man sich einsetzt, dass die Welt ein besserer Ort wird. Und das geht im Kleinen, wie auch im Großen. Nur wenn der Justizminister die Macht an sich reißt, dann ist das nicht so gut. Dann wird der betreffende Mensch unausstehlich für seine Mitmenschen. Man muss auch mal gerade ungerade sein lassen und wenn man zu seinen Kindern nur Justizminister ist, ist nicht gut. Wenn man zu seinem Partner nur Justizminister ist, ist nicht gut. Auch als Führungskraft gegenüber seinen Mitarbeitern, es ist gut, grundsätzlich gerecht zu sein, aber immer ist das nicht gut. So ist es gut, dass es so einen Justizminister gibt. Gut, genauso, es gibt einen anderen Minister, der hat im Deutschen oft den unschönen Namen, den inneren Schweinehund. Und viele Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens, mit dem zu kämpfen und oft erfolglos. Der innere Schweinehund, man kann ihn auch nennen, ist der Minister für Gemütlichkeit. Der innere Schweinehund, würde man eher sagen, ist ein Staatssekretär vom Minister für Gemütlichkeit. Der hat ja glücklicherweise auch noch andere Ausprägungen. Der ist wichtig, dass wir den haben. Wer keinen ausreichenden inneren Schweinehund hat, der ist hochgradig Burnout gefährdet. In unserer heutigen Gesellschaft noch mehr als vorher. Im Grunde genommen kann man sagen, die, die unter Burnout leiden, die haben nicht genügend inneren Schweinehund. Gut, im Ayurveda würden wir den nennen, Kapha-Prinzip kann sich nicht ausreichend manifestieren. Also, es braucht so jemanden. Ansonsten würde man vielleicht sagen: „Ja, ich stehe jetzt bisher um 06:30 Uhr auf, 05:30 Uhr ist besser.“ Dann hat man eine Stunde mehr Zeit. Dann stellt man fest: „Ja, das geht, also 04:30 Uhr ist noch besser. Und 03:30 Uhr ist am allerbesten.“ Da kann man erstens seine Asanas üben, sein Pranayama üben, seine Meditation üben, man kann kreativ tätig sein, man kann noch joggen in der schönen Morgenluft. Gut, und dann ist man trotzdem noch pünktlich zum Frühstück mit Partner und Kindern und hat dann den ganzen Tag Zeit für die Arbeit. Und dann ist es auch noch gut, abends vielleicht auch noch spät ins Bett zu gehen. Und vielleicht ist dann – man kann sagen, das ist der Minister für Effizienz. Der kriegt dann vielleicht noch einen Partner oder er hat vielleicht noch einen Staatssekretär, der weiß: „Ja, mit ein bisschen Kaffee, ausreichend häufig, klappt das mindestens eine Weile.“ Aber dann meldet sich der Minister für Gemütlichkeit und sagt um 03.30 Uhr morgens: „Bett ist gemütlich, so schön, wir bleiben drin.“ Also, angenommen, ihr habt den nicht ausreichend, wie gesagt, irgendwann kollabiert der Mensch. Und das scheint tatsächlich jetzt auch der Forschungsstand zu sein, nicht jeder Mensch hat Gefahr zum Burnout. Man braucht praktisch eine Mischung aus hohem Anspruchsniveau, innerem Antreiber, zusätzlich äußerer Stress und mangelnder innerer Schweinehund, und all das zusammen kann sich dahin aufschaukeln, dass man ins Burnout rutscht. Kann, muss nicht, aber kann. Also, wenn ihr so jemanden habt, seid dankbar. Wenn ihr ihn nicht so stark habt, dann könnt ihr mal gucken, wo der ist, denn jeder hat den. Vielleicht muss man den mal zum Vorschein bringen und auch dazu hilft ja auch Yoga.

 

Das war also der fünfte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Ratgeber Angst – Raja Yoga

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Yoga gegen AngstRaja Yoga Ratgeber Angst – darüber spricht Sukadev in diesem 4. Teil der Mitschrift zum Thema “Überwindung von Ängsten und Angst mit Yoga“. Raja Yoga ist der Yoga der Geisteskontrolle, der königliche Yoga. Sukadev gibt dir Tipps, wie du geschickt mir dir selbst umgehst: Etabliere dich als Führungspersönlichkeit, als König. Nimm alle Anteile in dir wahr als Minister, als wohlmeinende Mitarbeiter. Was das heißt? Lies einfach das Folgende – oder höre es dir an… Oben ist die Sound Datei, die Audio Hörsendung, unten der erste Teil der Mitschrift:

Raja Yoga ist auch ein Yoga, der ähnlich hier wie Kundalini Yoga, Ängste auch erst mal positiv deutet. Raja, das Wort heißt ja König. Und Raja Yoga ist der Yoga, wie wir König werden über unser Leben, Herrscher über unser Leben. Und wir werden das – und das ist manchmal ein Missverständnis beim Raja Yoga – nicht, indem wir uns vollständig beherrschen. Angenommen, ihr müsstet euch vollständig beherrschen, das wäre grässlich. Da müsstet ihr sogar überlegen, wann ihr welchen Herzschlag setzt. Also, so viel läuft mehr oder weniger ab und das ist gut so. Und so ähnlich wie ein König… Ich meine, es ist gut, dass es heute keine Könige mehr gibt, die mindestens den Namen verdienen. Es gibt diese repräsentierenden Könige und die sind vielleicht auch ganz schön und gut, aber dieses Erbkönigtum und Kaisertum, was da zum Teil Leute waren, die dort regiert haben, so was bringt keine Demokratie zustande, jemanden an die Spitze eines Staates zu setzen, wie das zum Teil in diesen Erbmonarchien war. Und insbesondere dann, wie die auch dranbleiben, selbst wenn sie dann, sie mögen fünf Jahre oder zehn Jahr gut gewesen sein, wenn sie dann in geistige Umnachtung kommen, dann passiert nichts mehr. In der Demokratie hat man es sehr viel einfacher. Aber auch ein König, selbst ein guter König, selbst der beste König, der wird nicht jeden einzelnen beherrschen, sondern der größte Teil im Land läuft irgendwo seinen Gang. Und er wird auch nicht selbst alle Richtlinien festlegen, sondern dafür hat er die Minister. Und der König muss die Minister gut auswählen und er muss sie geschickt einsetzen. Jetzt, wir selbst haben auch Minister. Jetzt gibt es einen Unterschied zum  normalen Königreich. Der normale König, der hat Minister, die er sich auswählen kann und wenn er sie nicht mehr haben will, dann setzt er sie ab. Wir sind Könige, wir haben Minister, die nicht absetzbar sind.

– Fortsetzung folgt –

Das war also der vierteTeil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Kundalini Yoga Ratgeber Angst

Yoga gegen AngstHeute geht es zum dritten Teil der Niederschrift des Workshops: Überwinden von Ängsten und Angst mit Yoga. Heute geht es um Ratschläge aus dem Kundalini Yoga zum Thema Angst. Grundsatz: Angst ist erst mal etwas Gutes. Angst ist Energieerweckung. Lerne, die Angst zu nutzen, von ihr beflügelt zu werden, statt von ihr überwältigt oder gar gelähmt zu werden. Hier also die Worte von Sukadev, aus der unbearbeiteten Niederschrift:

Also, viele Gründe, aber zuerst mal, bevor ich in viele Sachen hineingehe und natürlich, ich werde es vom Yogastandpunkt aus machen. Es heißt ja auch bewusst: „Ängste überwinden mit Yoga“. Es ist erst mal wichtig, zu verstehen, Angst ist grundsätzlich etwas Gutes. Und da können wir vom Kundalini Yoga gleich beginnen. Ich will nämlich das Ganze Konzept „Mit Yoga Ängste überwinden“, will ich dort angehen anhand der sechs Yogawege oder sechs Yogaarten, die so das Grundgerüst bilden von den Lehren von Yoga Vidya, was wir lehren. Wenn ihr die Yogalehrerausbildung mitmacht oder mitgemacht habt, dann lernt ihr das oder habt es gelernt. Und darauf will ich mich bei diesem Workshop beziehen, praktisch Tipps aus allen sechs Yogawegen recht breit angelegt, so dass jeder ganz sicher etwas finden wird, was ihm hilfreich sein wird. Vielleicht werden auch die meisten irgendwas finden, was für sie nicht hilfreich sein wird, aber die Großartigkeit beim ganzheitlichen Yoga ist ja auch, man sucht sich das aus, was wirkt und probiert das ein oder andere aus. Ich möchte vorher noch die Frage stellen: Wer von euch hat schon die Yoga Vidya Yogalehrerausbildung abgeschlossen?  Wer von euch macht gerade an einer Yoga Vidya Yogalehrerausbildung mit? Wer von euch hat eine andere Yogalehrerausbildung oder macht an einer anderen Ausbildung gerade mit? Wer macht noch keine Yogalehrerausbildung mit und hat auch keine mitgemacht? Euch besonders herzlich willkommen. Wer ist erstmals hier in diesem Zentrum? Für wen ist Yoga sehr neu? Wer war schon mal bei Yoga Vidya Bad Meinberg? Yoga Vidya Westerwald? Yoga Vidya Nordsee? Wer sieht mich heute physisch zum ersten Mal? Mich gibt es ja auch in elektronischer Form, sowohl als Stimme als auch als Bewegtbild. Ich habe jetzt nicht auf Astralerfahrungen gezielt. Es gibt einen ja heute nicht nur im physischen Körper, sondern auch auf verschiedenste Weise im Internet. Gut, dann habe ich so eine kleine Ahnung eures Vorwissen. Also, im Yoga sprechen wir von sechs Yogawegen und ich will erst mal aus dem Kundalini Yoga etwas, wobei ich vom Praktischen her dort nicht zu viel sprechen möchte. Kundalini Yoga würde sagen, Ängste sind eine Form von Prana. Prana heißt Lebensenergie. Angenommen, ihr habt einen anstrengenden Tag gehabt, ihr geht nach Hause und legt euch in euer Bett und plötzlich kommt eine Feuersirene oder irgendjemand sagt: „Feuer!“ Was passiert jetzt? Seid ihr weiter müde? Ihr habt gerade vorher gesagt: „Ich bin müde, ich kann keinen Finger mehr heben.“ In dem Moment, wo… Sofort ist man wach. Und wenn ihr noch dazu hört: „Rauch aus dem Kinderzimmer!“ Dann seid ihr so wach, wie vielleicht noch nie in eurem Leben gewesen. Und in einem solchen Zustand können Menschen weit über sich hinauswachsen. Also, Angst, man kann sagen, ist eine natürliche Weise, plötzlich Prana, Lebensenergie zur Verfügung zu stellen. Plötzlich ist es da. Und das ist etwas sehr Wichtiges. Und das gilt es auch erst mal, anzuerkennen, dass es gut ist, Ängste zu haben. Ich habe irgendwo mal gelesen von einem Menschen, der hat keine Angst. Und der hat ein ausgesprochen kompliziertes Leben. Der muss ständig überlegen und nachdenken, wo andere irgendwo intuitiv reagieren. Natürlich, schon aus Angst wird man nicht auf eine Balustrade von einem Balkon gehen, man wird aus Angst vermeiden, irgendwo zu große Balanceakte zu machen. Die haben das alles nicht. Die können einfach auf einen Fluss zugehen und wenn sie nicht genau aufpassen, sind sie drin. Die normalen Menschen haben die Angst und passen auf. Das erste Wichtige bei „Ängste überwinden“ ist anzuerkennen: „Es ist gut, dass ich Ängste habe.“ Und man kann auch den Ängsten dankbar sein und kann dankbar sein: „Ja, es ist gut, dass sie da sind.“ Aber wenn Ängste zu stark werden, dann ist es nicht so gut. Wenn sie einen beherrschen, ist es auch nicht gut. Aber es ist erst mal gut, dass anzuerkennen: „Ja, Ängste sind etwas Gutes.“ Ich will hier gleich auf einen zweiten Yogaweg eingehen, von dem ich später noch etwas mehr erzählen werde, aber hier, Raja Yoga. Also, Kundalini Yoga ist der Yoga der Energie und sieht alles als Energie. Und Ängste sind Energie und Ängste sind erst mal wichtig, aber wenn die Energie zu viel von Ängsten geprägt ist, dann ist natürlich der Energiekörper unruhig und dann müssen wir was tun, um die Energien wieder ruhig zu bekommen. Und so läuft Kundalini Yoga darauf hinaus, wir schauen, wie wir den Energiekörper in Ruhe bekommen und wir lernen, wie wir die Energien, die aus Ängsten kommen, positiv nutzen, anstatt sie lähmen zu lassen. Und Kundalini Yoga würde dann sogar sagen, jemand, der viele Ängste hat, ist gut, denn der hat viel Prana, das kann man viel transformieren und da kann sich schnell viel positive Energie entwickeln. Also, sollte jemand von euch recht viele Ängste haben, dann freut euch schon mal, ihr könnt mit Yogatechniken zügig daran arbeiten, sehr viel mehr Energie zu haben. Insbesondere, wenn die Ängste noch nicht bis in die Lähmung vollständig gegangen sind, in Depression und Burnout. Dann dauert es ein bisschen länger, geht aber auch.

– Fortsetzung folgt –

Das war also der dritte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Ratgeber Angst : Sei zufrieden mit dem ausreichend Guten

Yoga gegen AngstHier der zweite Teil der Mitschnittreihe: Angst und Ängste überwinden mit Yoga. Dieses Mal geht es darum: Strebe nach dem ausreichend Guten – statt nach dem Perfekten, mindestens in den meisten Dingen. Hier also der unbearbeitete Mitschnitt des zweiten Teils des Vortrags von Sukadev:
Und ein einfacher Tipp gerade zu Anfang ist, bei Entscheidungen nicht zu versuchen, das Beste zu kriegen, sondern das ausreichend Gute. Das ist in den meisten Fällen gut, wenn man bei den meisten Sachen nicht versucht, das Beste, sondern das ausreichend Gute zu bekommen. Und da braucht man jetzt keine Angst zu haben, dass man nicht das Richtige kriegt. Das ausreichend Gute für neunzig Prozent der Dinge, die man braucht, reicht aus. Und dann, wenn man nachher feststellt, dass es doch etwas Besseres gegeben hat, spielt es keine Rolle, denn man hat das ausreichend Gute. Es gibt ein paar Sachen, wo man sagen würde, nur das Allerbeste, aber bei vielem, das ausreichend Gute ist schon mal gut. Oder noch eine andere Möglichkeit ist schon, das Zweitbeste bewusst zu wählen. Das nimmt viel Stress raus. Wenn man nicht das Beste haben will und nicht das ausreichend Beste, dass man sagt, das Zweitbeste ist auch gut. Und dann gibt es natürlich nicht nur den Zwang, sich zu entscheiden, und nicht nur, dass es dieses wohlige Geborgenheitsgefühl nicht unbedingt so einfach mehr gibt, weil man aus seinen normalen Kontexten immer wieder herausgerissen wird, auch aus dem Firmenkontext herausgerissen wird, aus den Fähigkeiten-Kontext, den man sich dort erarbeitet hat. Es kommt natürlich dazu auch, gesteigerte Anforderungen. Irgendwo Arbeitsverdichtung, wie man sagt, wird immer als Erfolg verkauft. „Es gibt wieder einen Produktivitätsgewinn von zwei Prozent.“ Und den gibt es jedes Jahr. Ich glaube, zwei Prozent ist relativ stabil. Das heißt, der gleiche Mensch muss jedes Jahr zwei Prozent mehr tun. Er kriegt zwar technische Hilfsmittel, aber die Anforderungen werden größer und damit steigt auch der Stress und die Versagensängste dann auch und die Wegrationalisierung geht auch schneller. Und notfalls wird immer gesagt: „Sonst machen es die Chinesen.“ Und natürlich, man hat auch mehr Verantwortung als früher z.B. Und es hilft, das auch mal irgendwo anzuerkennen, dass man gute Gründe hat, ein bisschen ängstlich zu sein. Dann braucht man nicht ängstlich zu sein, dass man ängstlich ist, sondern sagen: „Es gibt gute Gründe, dass ich erst mal ein bisschen ängstlich bin.“ An so vieles hat man jetzt auch höhere Ansprüche indem, was man selbst beeinflussen kann. Z.B. auch Kindererziehung. Heutzutage ist es ja schon eine unglaublich wichtige Entscheidung in dem Geist vieler Menschen: Ab welchem Alter wird das Kind in den Kindergarten gegeben? Und die einen denken: „Wenn ich das Kind nicht in den Kindergarten oder die Kinderkrippe gebe, dann lernt es nicht ausreichend gutes Sozialverhalten, dann wird es nie Führungskraft werden können.“ Einzelkind kommt gleich mit Nachteil in die Welt, also muss es das haben. Oder umgekehrt: „Wenn ich mein Kind in die Krippe gebe, dann verliert es das Urvertrauen, wird in dieser Welt nur ängstlich sein.“ Also, diese Entscheidung ist dann nicht nur eine praktische Entscheidung, im Sinne, „was ist jetzt für mein Kind gut und für mich gut“, denn auch wenn es den Eltern gut geht, geht es dem Kind auch gut, Eltern müssen sich das auch bewusst machen. Manchmal das Wertvollste, was Eltern für das Kind machen können, ist dafür zu sorgen, dass es ihnen selbst gut geht und dann wird das Kind sehr viel mehr mit Vertrauen aufwachsen als wenn die Eltern ständig überlegen: „Was ist für das Kind das Allerbeste oder in welchen Kindergarten, in welche Grundschule?“ Zum Teil: „Wo muss ich hinziehen?“ Also viele Ängste. Oder auch in der Partnerschaftsbeziehung so viel auch, was man falsch machen kann, so viele Ratgeber, die es dort alles gibt. Und so viel, was man erwartet und so viel, was man hofft. Eigentlich eine Partnerschaftsbeziehung, wo man sagt, es sollte eine schöne Sache sein, wo man sich gegenseitig stützt, für manche Menschen ist da eine Quelle für Versagensängsten. Glücklicherweise scheint doch die Mehrheit der Menschen mit ihrer Partnerschaftsbeziehung sehr zufrieden zu sein. Ich habe vor kurzem eine Umfrage gelesen, die zeigt, es ist doch eher eine Quelle für Wohlbefinden für die große Mehrheit, irgendwie achtzig Prozent. Was aber umgekehrt heißt, für zwanzig Prozent eben nicht im jetzigen Stadium.

(Fortsetzung folgt)

Das war also der zweiteTeil der Mitschnitte der Vortragsreihe: “Angst und Ängste überwinden”. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links: