Gemütsruhe ist auch eine Frage des Temperaments – Ayurveda Tipps

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Ayurveda-LotosGemütsruhe zu haben oder noch nicht zu haben ist immer auch eine Frage des eigenen Temperaments. Im Ayurveda spricht man von den Doshas, welche ein gewisses Temperament zur Folge haben. Kapha ist das Dosha, welches mit Gemütsruhe und Gemütlichkeit verbunden wird. Erfahre hier einiges zum Thema Kapha – und wie du es vielleicht auch kultivieren kannst. Du kannst dich öfter fragen: Was tut mir gut? Was genieße ich? Wie kann ich für mich selbst sorgen? Wie fühle ich mich geborgen? Wie fühle ich mich zuhause. Indem du dich um solche Fragen kümmerst, kannst du auch dein Kapha erhöhen, was wiederum zur Gemütlichkeit und dann auch zur Gemütsruhe führt. Manchmal sind Ängste nämlich einfach ein Zeichen dafür, dass das Vata, das Luftelement, zu groß geworden ist. Wenn du wieder Kapha erhöhst, verschwinden Ängste von selbst, Gemütsruhe stellt sich ein. Dies ist die 74. Folge des Umgang mit Angst Podcast http://angst.podhost.de/rss bzw. https://angst.podspot.de/. Dies ist die fünfte Folge zum Thema Gemütsruhe. Viele Tipps zum Umgang mit Angst und Ängsten auf https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/angst.html . oder besuche eins unserer Seminare zum Umgang mit Angst.

Kapalabhati als Hilfe gegen Angst

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Yoga gegen AngstKapalabhati hilft, Angst zu überwinden. Kapalabhati bringt die Lebensenergie, das Prana, in Gang. Kapalabhati ist die Schnellatmung. Du atmest schnell aus und ein, wobei die Ausatmung schneller ist und die Einatmung langsamer. Oben findest du eine Audio Anleitung zu Kapalabhati, unten eine Video Anleitung. Allerdings lernst du Kapalabhati am besten bei einem Yogalehrer/in.

Und hier noch ein kurzer Mitschnitt aus einer Frage eines Teilnehmers zu Kapalabhati:

Man würde vom Ayurveda her sagen, das könnten die Kapha-Typen sein, denn Kapalabhati ist eigentlich etwas, was Kapha reduziert und manche mögen das nicht. Und evtl. kann man auch überlegen, ob man es genau richtig macht – das müsstest du mal überprüfen lassen – und evtl. kann man auch variieren, entweder langsamer oder schneller oder auch fester und sanfter. Wenn man Kapalabhati nicht mag, würde ich so empfehlen, mal andere Variationen auszuprobieren, bis du die findest, die du tatsächlich magst.

Teilnehmer: „Schnelles Kapalabhati?“

Das magst du lieber? Gut, dann weißt du ja, was du machen musst, um Kapalabhati zu mögen.

Teilnehmer: „Kann man nur schnell machen oder muss man erst langsam starten?“

Nein, man kann direkt loslegen. Also, wer merkt, es fällt viel leichter, schneller zu machen, oder manche mögen es lieber langsam, manche mögen es sanft, manche mögen es intensiver, manche mögen es wechselseitig, manche… Es gibt viele Variationen, also gerade bei Kapalabhati würde ich eben ausprobieren, was hilft, und im Zweifelsfall die Purnima fragen, ob sie einem noch mal verschiedene Variationen zeigen kann, dass man die findet. Gut, wenn man jetzt in einer Yogastunde ist, dann macht man normalerweise den Rhythmus, den der oder die Yogalehrer/in ansagt und dann ist ja auch meistens weniger das Problem, ob man es nicht macht, weil man es nicht mag, sondern in der Gruppe macht man es einfach und meistens fällt es dann auch leichter. Aber wenn man es alleine übt, eben so üben, wie es euch leichtfällt.

Das war also der 18. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Raja Yoga und Ayurveda Ratgeber Angst

Yoga gegen AngstRatgeber Angst – dazu entwickelt sich dieser Blog. Heute die Fortsetzung der Raja Yoga Tipps: Siehe Angst als Sprache deiner inneren Minister – und gehe königlich damit um. Hier geht es also weiter mit dem nächsten Teil der unbearbeiteten Niederschriften eines Workshops mit Sukadev. Es geht hier nochmals um die Wertschätzung des Kapha-Prinzips, des inneren Schweinehunds, als Mittel gegen Überforderung, gegen Ängste:

Im Yoga lässt man es sich gutgehen, man legt sich hin, man macht Tiefenentspannung. Natürlich, manche Menschen jetzt, die verzichten auf die Tiefenentspannung und dann sind es nur noch die anstrengenden Asanas, aber klassisches Yoga, Tiefenentspannung dabei und man spürt den Körper. Es gibt jetzt auch Yogarichtungen, stattdessen guckt man die ganze Zeit in einen Spiegel und man vergleicht: „Bin ich genauso gut wie die anderen?“ Man kann inzwischen auch Yoga mit dem vollen Leistungsdruck üben, wie anderes auch. Bei Yoga Vidya gibt es keine Spiegel und wir schauen nicht, ob wir besser sind als andere. Und das ist mit eine der Hauptaufgaben des Yogalehrers, der Yogalehrerin, den Teilnehmer dazu zu bringen, weniger zu gucken. Ich habe vor kurzem mal so ein Buch gelesen von einem Journalisten, das fand ich dann doch erschreckend, wie sehr Anfänger… Er hat irgendwie so beschrieben, seine Anfangszeit Yoga. Ich fand es sehr erschreckend, wie sehr Anfänger doch am Anfang schauen: Sind sie gut genug? Sind sie in der richtigen Ecke? Blamieren sie sich? Was denkt der Yogalehrer, die Yogalehrerin? Wie sind die anderen Cracks usw.? Ich hoffe, dass das bei Yoga Vidya weniger ist als dort, aber selbst wenn es am Anfang so ist, dann bin ich doch überzeugt, dass, wer ein paar Monate zum Yoga Vidya Centrum kommt, geht das verloren und man spürt mehr sich selbst und dann nimmt man auch Kontakt auf und dann macht sich auch ein verschüttet gegangener Minister für Gemütlichkeit auch bemerkbar. Gut, so haben wir diese Minister, die da sind, aber wiederum würde gelten, aber wenn wir jetzt den Minister für Gemütlichkeit zum Premierminister machen oder noch mehr, zum Diktator, und der macht einen Staatsstreich und beherrscht die ganze Szene, das ist wiederum nicht gut. Auch dann kann man zum Depressiven werden oder irgendwann verliert man seinen Arbeitsplatz, vermutlich  verliert man irgendwann seinen Partner, denn der findet das auch nicht gut, dass er ständig alles machen muss und die Kinder finden es auch nicht gut. Wobei ein gesundes Kapha ist auch gut. In Indien gilt Kapha irgendwo, mindestens im Traditionellen, als besonders gut. Es werden mehr von Vata– und Pitta-Störungen gesprochen, weniger von Kapha-Störungen. Und Ayurveda-Ärzte werden sehr viel häufiger Vata-Störungen diagnostizieren als Kapha-Störungen und auch mehr Pitta-Störungen als Kapha-Störungen. Vielleicht auch, weil im Westen das jetzt mehr ist. Zu anderen Zeiten war es vielleicht anders herum. Also, man sollte aufpassen, dass wir diesen Minister nicht zu stark werden lassen. Aber er ist wichtig, aber er sollte nicht der Diktator sein.

Das war also der sechste Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links: