Bauchatmung – gute Grundlage um mit Angst umzugehen – Angst überwinden Podcast

angst-ueberwinden-podcastBauchatmung ist eine einfache Technik, um mit einfachen unbestimmten Alltagsängsten umzugehen: Beim Einatmen lass den Bauch nach vorne gehen, beim Ausatmen lass den Bauch nach hinten gehen. Atme 3-4 Sekunden lang ein, atme 3-4 Sekunden lang aus. Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, leitet dich an. Kurzer Podcast – mit einer einfach umsetzbaren Übung. Dies ist die zweite Ausgabe des Angst-Podcast, des Podcast zum Umgang mit Ängsten, Phobien, Lampenfieber und mehr.

Willst du mehr wissen zum Thema Angst und wie du besser mit Angst umgehen kannst, wie du Yoga und Meditation nutzen kannst, um Angst zu überwinden? Dann schaue nach auf den Yoga Vidya Seiten, Stichwort Angst.

Lampenfieber transformieren und nutzen – Angst verlieren

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Yoga gegen AngstLampenfieber ist eine weitverbreitete Form der Angst – und soll deshalb hier im Ratgeber Angst mit behandelt werden. Die gute Nachricht: Lampenfieber hat fast jeder öffentlich Sprechende – und Lampenfieber hilft. Lampenfieber kann transformiert werden. Es ist nicht nötig, unter Lampenfieber zu leiden. Was kannst du gegen Lampenfieber tun? Darüber spricht Sukadev in der beiliegenden mp3 Audio Datei – und in der folgenden unbearbeiteten Niederschrift aus einem Vortrag im Rahmen eines Workshops „Ängste überwinden mit Yoga“:

 Und darauf aufbauend kann man auch einiges tun gegen Lampenfieber. Ich hatte vorher zwar schon erzähl mit Kapalabhati, aber ich will ein paar Worte über Lampenfieber sagen. Es gibt ja Lampenfieber als Prüfungsängste, es gibt Lampenfieber als Bewerbungsängste. Lampenfieber im engeren Sinn kommt natürlich davon, dass Schauspieler auf die Bühne gehen und mit Lampen bestrahlt werden und dann haben sie Lampenfieber. Aber auch wenn man in einem Meeting ist und soll eine Präsentation machen oder man hat ein Gespräch mit dem Chef oder mit einem Mitarbeiter oder, so viele Situationen. Oder man will seiner Angebeteten einen Heiratsantrag machen, weiß aber nicht genau, usw. Also, viele Gründe für Lampenfieber. Zunächst ein paar Worte zum Lampenfieber. Erst mal, Lampenfieber grundsätzlich ist gut. Lampenfieber ist energieerweckend, wie ich nicht müde werde, zu sagen. Angenommen – ein Beispiel, das ich öfters gebrauche in dem Kontext, manche mögen es schon gehört haben von mir – ihr habt einen anstrengenden Tag gehabt und ihr freut euch schon, dass bald Feierabend ist. Ich wisst, es gibt nicht mehr viel zu tun, ihr seid todmüde und denkt auch: „Ich werde mich erst ins Auto schleppen und dann erst mal eine Tiefenentspannung machen.“ Und dann kommt der Chef und sagt: „Unser wichtigster Kunde ist gekommen, er hat sich nicht angekündigt. Und wir haben ja dieses neue Produkt und Sie wissen, nur wenn dieses Produkt läuft, hat unsere Firma eine Chance. Das ist der wichtigste Kunde. Sie sind die Expertin auf dem Gebiet. Sie haben eine Viertelstunde Zeit, sich vorzubereiten. Ich führe unseren Kunden durch die Firma ein bisschen und biete ihm was zu trinken an. Machen Sie Ihre Sache gut, von Ihnen wird das Überleben der Firma abhängen.“ Frage: Wer wäre dann noch müde? Sofortige Kundalini-Erweckung. Gut, und das Lampenfieber gibt es im Kleinen und im Großen, ist erweckend. Und es ist gut, das kann man als erstes mal willkommen heißen, man kann sogar sagen, wenn man jetzt Raja Yoga macht, würde man sagen: „Energieminister ist gerade aktiv geworden und hat mir Energie gegeben.“ Wir können aber auch Kundalini Yoga mäßig sagen: „Prana ist erweckt worden, toll!“ Nächste Sache ist dann auch, zu verstehen, Menschen nehmen das Lampenfieber ihres Gegenübers erheblich weniger wahr als der Betreffende selbst. Ihr könnt sicher sein, jeder Schauspieler auf der Theaterbühne hat Lampenfieber. Ihr könnt sicher sein, jeder Politiker, der eine öffentliche Rede hält, hat Lampenfieber. Jeder Politiker, der im Bundestag spricht, hat Lampenfieber. Das haben sie alle. Aber wie sehr seht ihr, dass ein – ich weiß nicht, ob der heute noch spricht, aber gerade wo ich jetzt in Bayern bin – Ottfried Fischer Lampenfieber hat, wenn er auf der Bühne steht? Sieht man dem nicht an. Aber ich habe von dem irgendwo so ein Interview mal gehört, wo er gefragt wurde: „Haben Sie eigentlich noch Lampenfieber?“ Und da sagte er: „Ich habe vor jedem Auftritt Lampenfieber.“ So gemütlich der wirkt, der Inbegriff der bayerischen Gemütlichkeit. Das weiß ich jetzt nicht, ob die Bayern das so sehen, aber in Norddeutschland… Ich habe ihn jetzt auch die letzten Jahre nicht mehr gesehen. Meine Zeit, wo ich mal wieder Fernsehen geguckt habe, ist wieder ein paar Jahre her. Dass er schwer krank ist, habe ich gelesen. Aber ich habe gehört, trotzdem macht er noch Auftritte. Zwar weniger als vorher, aber er macht Auftritte und hat weiter Lampenfieber. Da wurde er in dem Kontext gefragt, wieso er sich das antut, wenn er Lampenfieber hat. Dann hat er auch irgendeine kluge Aussage gehabt. Ich habe auch ab und zu mal Lampenfieber. Insbesondere wenn ich auf Zentrumstour gehe und nicht weiß, vor wem spreche ich, ein Thema, über das ich noch nicht so häufig gesprochen habe, da habe ich auch ein bisschen Lampenfieber. Und ich weiß dann, ich habe Lampenfieber, brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen, ob ich dann vielleicht müde bin. Denn, wenn ich auf Reisen bin, dann bin ich halt auch manchmal müde und schlafe an anderen Stellen und dann kriege ich meistens Essen irgendwo kurz vorm Schlafengehen, das bin ich nicht gewohnt normalerweise. Aber direkt vor dem Workshop will ich auch nicht essen und dann wache ich dann früh auf. Aber ich brauche mir keine Sorgen zu machen, dass ich müde bin beim Workshop. Da gibt es erst mal ein bisschen Lampenfieber und dann habe ich meine Techniken, wie ich das umwandle, über die ich gleich nochmal sprechen werde. Und dann kann ich also ganz entspannt mit Lampenfieber in den Workshop gehen, selbst wenn ich dort irgendwo am Nachmittag plötzlich müde bin. Also, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, dass andere das Lampenfieber sehen. Sie nehmen es wahrscheinlich höchstens ein Zehntel oder ein Hundertstel von dem wahr, wie ihr es wahrnehmt. Und wenn jemand anderes es wahrnimmt, fühlt er sich typischerweise geschmeichelt, dass jemand Lampenfieber hat. Das macht Menschen irgendwo sympathisch. Und so braucht ihr keine Angst zu haben vor dem Lampenfieber und ihr braucht auch keine Angst zu haben, dass es andere merken. Größtenteils merken sie es nicht und wenn sie das so gemäßigt merken, dann fühlen sie sich geschmeichelt und geehrt. Wenn ihr bei einem Personaler seid und irgendwo vollkommen ruhig wirkt, es kommt bei den meisten Personalern auch nicht gut an. Die wollen es irgendwie auch, dass die Leute ein bisschen das ernst nehmen und das bringen sie zum Ausdruck, dass sie ein bisschen aufgeregt sind. Das sind erst mal einleitende Sachen. Jetzt aber eine Technik, die sehr hilfreich ist, das ist der so genannte Lampenfieber-Transformationsatem und der ist eigentlich ganz einfach, aber sehr effektiv. Und der besteht darin, dass man tief mit dem Bauch ein- und ausatmet, auf diese Weise die Lampenfieber-Energie am Fließen hält, und besteht daraus, dass man sich noch dazu verbindet mit einer höheren Energie und diese Energie anderen schickt. Das können wir gleich mal ausprobieren. Am besten steht ihr dafür auf. Man kann sie zwar auch im Sitzen machen, aber ich vermute, manche von euch werden nicht böse sein, dass sie mal stehen können. Eventuell wenn man das Fenster noch etwas mehr aufmacht, könnte auch hilfreich sein. Also, angenommen, ihr seid vor einem Bewerbungsgespräch und da drin ist ein ganzes Bewerbungskomitee und ihr wisst, da ist ein halbes Dutzend und das ist ein Job, den ihr wirklich gerne haben wollt, er ist euch wichtig. Also nicht, dass ihr einen Schein braucht für das Arbeitsamt, sondern ihr wollt den wirklich haben. Und dann wäre der erste Schritt, ihr atmet tief mit dem Bauch ein und aus. Das geht natürlich in so einer Situation nur dann, wenn ihr diesen Bauchatem schon gelernt habt, z.B. in einer Yogastunde, und das geht, und dann hält man das aufrecht. Und dann, drei bis vier Sekunden lang einatmen, drei bis vier Sekunden lang ausatmen. Drei bis vier Sekunden lang einatmen, Bauch hinaus, drei bis vier Sekunden lang ausatmen, Bauch geht hinein. Nächster Schritt wäre, ihr stellt euch vor, von oben strömt Energie in euch hinein bis tief in den Bauch, und beim Ausatmen dann vom Bauch über das Herz zu denen, mit denen man gleich sprechen wird. Und selbst wenn man sie nicht kennt, dann schickt man eben die Energie in den Raum hinein. Also, einatmen, Energie von oben, man könnte es theoretisch sogar mit Handgeste verbinden, aber in den meisten Situationen wirkt das komisch, wenn ihr dann im Warteraum… Dann braucht ihr vermutlich gar nicht das Bewerbungsgespräch weiter, es sei denn, ihr habt dort jemanden, der sehr unkonventionell ist. Es gibt ja manche Branchen, die lieben so Leute. Also, probieren wir es besser mal ohne. Also, einatmen bis runter in den Bauch, und dann ausatmen vom Bauch über das Herz zu den Menschen hin, mit denen man sprechen wird. Ihr könnt euch sogar jetzt eine Situation vorstellen, es könnte ein Bewerbungsgespräch sein, es kann aber auch ein Kollege sein, Kunde sein, Chef sein, Yogaschüler sein. Wenn man das ein paar Mal macht, dann kann das fast zu einer Art Euphorie führen. Ihr habt erst mal die Lampenfieber-Sache, aber zum zweiten, ihr öffnet euch mit diesem geweckten und wachen Geist, durch Lampenfieber wachen Geist, stellt euch dabei vor, ihr atmet Energie ein und ihr verbindet euch mit eurem Herzen zum Herzen der anderen. Und auf dieser Basis entsteht dann auch tatsächlich ein Gespür und ihr werdet euch gleich mit dem Menschen, mit dem ihr dann sprechen werdet, verbunden fühlen. Ihr könnt euch wieder hinsetzen. Gerade zwei Situationen, wo ich diese Atemübung besonders intensiv geübt hatte. Das eine war – das ist jetzt schon lange her, aber wo ich jetzt hier bei München bin – irgendeine Diplomprüfung. Ich habe ja irgendwann Betriebswirtschaft an der Ludwig Maximilian Universität studiert und dann die Monate vor meiner Diplomprüfung – ich habe da schon gewohnt in einem Yogazentrum – war niemand sonst Mitarbeiter dort und so war ich der einzige Mitarbeiter und Zentrumsleiter. Und gleichzeitig für die Prüfung vorbereiten, da ging nur, selektiv vorbereiten. Und irgendwo schriftlich war damals üblich, dass man sich Themen aussuchen kann und mit selektivem Vorbereiten war eine gute Strategie, dann schreibt man halt nur über das, was man weiß. Im Mündlichen ist das etwas schwieriger und so hatte ich doch ein bisschen Bammel dort gehabt. Und dann habe ich diese Technik sehr intensiv geübt dort draußen im Warten, einatmen, Energie strömt hinunter in den Bauch, ausatmen, dann vom Herzen dort hin. Außerdem habe ich den Sivananda mir vorgestellt, denn ich habe ja für ihn das Zentrum dort geleitet und habe mich ja aufgeopfert. Dafür, habe ich gedacht, da kann er mir ja jetzt auch helfen. Und so habe ich in den Bauch und dann vom Herzen… Und dann bin ich in den Raum hinein. Und ich habe mein Studium so gemacht, dass ich den Hörsaal gemieden habe, ich habe eigentlich nur die Bücher abgeholt und habe dann gelernt und bin zu den Prüfungen gekommen, denn ich wollte ja eigentlich hauptsächlich Yoga dort machen, aber irgendwo alle haben gesagt, ich soll es abschließen das Studium. Und so bin ich dort hin und die haben mich so vertraut angelächelt und ich habe sie dort angelächelt. In allen drei mündlichen Prüfungen, die es dort gegeben hatte, haben die mir nur Fragen gestellt, die ich gewusst hatte. Und bei zwei war es üblich, da waren immer zwei gleichzeitig geprüft worden. Und die Fragen, die ich nicht gewusst habe, hat der arme andere immer beantworten müssen. Und wenn der was nicht gewusst hatte und ich es gewusst hatte, hat er die Frage an mich weitergegeben. Wenn ich was nicht gewusst hatte und der hat es nicht gewusst, hat der Professor das nicht an mich weitergegeben. Und so habe ich bei allen drei Prüfungen Einser gehabt. Nicht, weil ich so viel wusste, sondern da ist diese energetische, telepathische Verbindung hergestellt worden über diesen Lampenfieber-Transformationsatem. Und ich glaube, der hat da auch noch was mitgewirkt. Also, es kann euch helfen, es ist eine einfache Technik, aber eine hochwirksame Technik. Ihr müsst erst Bauchatmung lernen und am leichtesten in Yogastunden, dann könnt ihr lernen, Bauchatmung im Alltag, dann dieses Einatmen in den Bauch und vom Bauch über das Herz zu den Herzen der anderen und so eine Herz-zu-Herz-Verbindung herstellen, das wirkt wie eine Art telepathische Verbindung.

Das war also der 23. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Phobien überwinden mit Yoga

Yoga gegen AngstWie kann Yoga helfen, Phobien zu überwinden? Klaustrophobie und andere Arten von Ängsten? darüber spricht Sukadev. Er zitiert dabei eine Studie mit Belegen für eine Radikaltherapie bei Phobien – und befürwortet trotzdem die etwas sanftere Yoga Weise für den Umgang mit Phobien…

Und wenn man in einer Situation drin ist, wo man mindestens zwanzig Minuten bleibt, nach fünfzehn bis achtzehn Minuten wird die Panik weniger. Und wenn einem das einmal gelungen ist, dann ist es dauerhaft vorbei. Es gibt da jetzt einige auch gute empirische Studien, das sei jetzt die effektivste Weise, Panik zu beheben. Ob das für alle und jeden funktioniert, ist eine andere Sache, aber z.B. hat man festgestellt, bei Spinnenphobien, am effektivsten wäre, eine Vogelspinne in die Hand zu nehmen und diese zwanzig Minuten dort halten. Ich weiß nicht, wie das für die arme Vogelspinne ist. Natürlich ist das keine giftige Spinne, die man dafür nehmen würde, aber schon eine echte und lebende und wenn man die zwanzig bis zweiundzwanzig Minuten hat, ist anschließend die Panik verschwunden. Oder angenommen, jemand hat Klaustrophobie, dann würde man empfehlen, ihn fünfundzwanzig Minuten in einen Aufzug reinzustecken, den er nicht öffnen kann, und er bleibt solange drin. Ich muss allerdings zugeben, im Yoga machen wir eher die sanftere Weise, wo wir uns schrittweise heran wagen. Also, dort würde man erst mal Bauchatmung lernen, und lernen, mit dem Bauch zu atmen und zu entspannen. Und das kannst du. Zweiter Schritt wäre, Yoga insgesamt zu üben, hast du gemacht. Dritter Schritt ist so, die Vorübungen vom Kopfstand zu lernen, hast du auch gemacht. Und jetzt käme der vierte Schritt, zwei man am Tag von einem Yogalehrer reinhelfen zu lassen oder jeden Tag ein bisschen weiter und dabei tief zu atmen. Und dann innerhalb von einem Monat sollte das möglich sein. Und so ähnlich gilt das jetzt aber auch mit Phobien. Also, Phobien heißt, man hat konkret vor etwas Angst. Phobien sind relativ leicht behandelbar, auch über Psychotherapie, wer dort eine Verhaltenstherapie macht, also die Phobien gelten als die am leichtesten behebbaren psychischen Probleme. Und das läuft letztlich auf Konfrontationstherapie hinaus, entweder diese radikale, das ist so eine neue, modernere Technik, oder eben langsam, schrittweise. Man braucht aber nicht unbedingt einen Psychotherapeuten, wenn man Yoga kann, kann man es auch ohne. Man lernt erst mal, grundsätzlich zu entspannen, man lernt, tief mit dem Bauch zu atmen, und dann setzt man sich der Situation aus oder der Spinne aus oder dem engen Raum aus. Wichtig ist eben, nicht Vermeidungsstrategie, sondern Konfrontationstherapie. Es gibt ja auch die Geschichte von Goethe, man sage, das ist erste literarisch verarbeitete Selbsttherapie einer Phobie, der hat nämlich Höhenangst gehabt und als er in Straßburg war, ist er jeden Tag aufs Straßburger Münster und zwar oben auf den Turm und sogar aufs Dach, solange, bis er die Angst überwunden hatte. Und so ähnlich, solltet ihr irgendeine konkret fassbare Angst haben, eine irrationale Angst, wo man vielleicht auch sagen kann, irgendwo Überlebensminister fürs Überleben ist auch irgendwann beteiligt, und dazu kann sowohl Enge dazugehören, im Sinne von, da könnte ja auch was passieren, oder Höhenangst, kann auch was passieren. Also, da kann man erst mal feststellen, ursprünglich ist das ja auch eine sinnvolle Reaktion, aber dort ist eine überschießende Reaktion, auch hier kann man erst mal seinem Minister danken, dann kann man ihm sagen, er möge sich doch mäßigen, man kann ihn mit anderen Ministern zusammenbringen und dann kann man sich auch eine Strategie einfallen lassen, wie man das macht. Also z.B. Ängste, Klaustrophobie vor engen Räumen, aber ich vermute, die wird jetzt keiner von euch hier haben, sonst wäre es jetzt schwierig, auf engem Raum mit vielen Menschen. Oder ihr macht gerade Konfrontationstherapie. Auf der einen Seite seid ihr fasziniert von dem Thema und ihr findet es gut, auf der anderen Seite ist dieses Unwohlsein, ihr seid da jetzt länger als zwanzig Minuten drin, das ist schon etwas sehr Gutes. Und dann wäre der nächste Schritt, alle zu bitten, in den Nachbarraum, der halb so groß ist, reinzugehen oder selbst einen zu suchen, und irgendwo schrittweise die Räume kleiner zu machen und tatsächlich irgendwann – gerade wenn es beim Aufzug war – in einen Aufzug zu gehen, eine Weile drin zu bleiben und tief mit dem Bauch zu atmen. Also, ihr könnt überlegen, habt ihr irgendeine konkrete Angst? Und dann könnt ihr schauen: „Wie könnte ich dort eine Konfrontationsstrategie haben?“ Und übrigens, wenn man es schrittweise macht, muss es jeden Tag sein. Also, da bringt es nichts, jeden Montag das zu probieren, dann bauen sich die Ängste nicht ab. Es muss häufiger sein. Es wäre sogar gut, morgens etwas und dann nachmittags den nächsten Schritt und dann am nächsten oder mindestens jeden Tag. Man könnte auch einmal die Woche darauf verzichten, aber ansonsten jeden Tag und nicht nur einmal die Woche, sonst bauen sich die Ängste wieder auf. Und wenn man das einen Monat lang durchhält, kann man sicherlich in einem Monat jede Phobie soweit mäßigen, dass sie einen nicht mehr behindert. Da gibt es Phobie vor Spinnen. Gut, eine Schlangenphobie, würde ich persönlich sagen, ist irrelevant. Es gibt nicht so viele Schlangen hier, ich glaube nicht, dass das euch in eurem Glücksgefühl im Alltag behindern würde. Da braucht ihr jetzt keine arme Schlange dafür zu stören, in unseren Breiten irrelevant. Aber Klaustrophobie ist durchaus etwas, wo man daran arbeiten kann. Anstatt sich zu beschweren, „es ist zu eng“, kann man überlegen: „Wie kann ich meine Klaustrophobie überwinden?“ Oder auch Agoraphobie, also Angst vor vielen Menschen, auch das kann man überwinden. Aber da gehe ich jetzt davon aus, ist jetzt nicht euer Problem, sonst wärt ihr vermutlich nicht hier. Und wenn es euer Problem ist und ihr seid hier, habt ihr die richtige Strategie hier gewählt. Bei Asanas, da war ich ja eigentlich gewesen, warum die noch zusätzlich gut sind. Also, wir zentrieren uns und haben einen Platz, wo wir uns ausruhen können in unserem eigenen Körper. Wir fühlen uns wohl in unserer Haut und dazu können Asanas führen und sollten sie führen.

Das war also der 21. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Sonnengeflecht Angst: Yoga Atemübungen für Harmonie und Zentrierung

Yoga gegen Angst

Angst ist spürbar im Sonnengeflecht. Lerne dein Sonnengeflecht zu harmonisieren. So findest du innere Zentrierung. So verschwindet die Angst von selbst. Das Sonnengeflecht ist Sitz der inneren Mitte, des Vertrauens, der Ruhe. Wenn du Angst hast, spürst du das im Sonnengeflecht. Und ist die Energie des Sonnengeflechts gestört, dann kommt Angst auf. Indem du Yoga Atemübungen machst, um die Energie im Sonnengeflecht zu harmonisieren, wirst du die innere Mitte, das Sonnengeflecht, wieder spüren. Du fasst neues Vertrauen und Mut. Du findest hier eine Hörsendung zum Thema Sonnengeflecht und Angst. Du findest einige Videos mit praktischen Übungen, wie du dein Sonnengeflecht aktivieren und harmonisieren kannst. Und weiter unten ist auch die Niederschrift eines Vortrags, den Sukadev zum Thema Sonnengeflecht und Angst gegeben hat. Schreibe unten im Kommentar deine Erfahrung mit diesen Übungen – oder gib selbst Tipps zum Thema Sonnengeflecht und Angst.

Sonnengeflecht Angst – die Hörsendung

Lausche einer Hörsendung zum Thema Sonnengeflecht Angst. Sukadev Bretz, Yogalehrer, Meditationslehrer und spiritueller Lehrer, spricht über das Thema Angst und Sonnengeflecht – und wie du die Angst überwinden kannst mit Yoga Atemübungen. Atemübungen sind besonders effektiv, um Ängste zu überwinden. Insbesondere die Bauchatmung kann Angst in positiv nutzbare Energie transformieren. Warum und wieso -dazu lausche diesem Auszug aus einem Vortrag zum Thema „Angst überwinden mit Yoga„:

Mehr über diese Hörsendung „Sonnengeflecht Angst – effektive Yoga Atemübungen“ ganz unten in diesem Beitrag des Ratgeber Angst Blogs.

Sonnengeflecht Angst Videos

Hier findest du ein paar Videos zum Thema Sonnengeflecht aktivieren und harmonisieren – Angst überwinden.

Lampenfieber Transformations-Atem

Insbesondere Lampenfieber ist Ausdruck von Aktivierung und Unruhe im Sonnengeflecht – was eine besondere Form der Angst erzeugt. Gerade die Lampenfieber-Angst ist leicht umzuwandeln, wie du in unterem Video siehst. Zentriere die Energie im Sonnengeflecht – Angst wird umgewandelt in Energie, Ausstrahlung und Klarheit des Geistes:

Atemübungen am Morgen

Aktiviere dein Sonnengeflecht – beuge Angst, Ängsten und Furcht vor. Dazu leitet dich Sukadev in unterem Video an:

Meditation für Harmonie im Sonnengeflecht

Hier ein Video mit einer Meditationsanleitung für die Zentrierung im Manipura Chakra, für Harmonie im Sonnengeflecht, für Überwindung von Angst:

Panikattacken mit Yoga überwinden

Hier ein Video mit Tipps, wie du Panikattacken überwinden kannst – mit einer SOS Übung und vorbeugenden Tipps. Sonnengeflecht und Übungen für die Harmonie im Sonnengeflecht spielen da eine große Rolle. Sonnengeflecht und Angst – das hängt eng zusammen:

Umgang mit Angst – Ratschläge aus dem Yoga

Im unteren Video bekommst du einen kurzen Überblick, wie du mit Angst besser umgehen kannst – mit einer Yoga Einstellung und Yoga Übungen:

Video-Reihe zum Thema Angst überwinden mit Yoga

Hier findest du eine ganze Vortragsreihe zum Thema Angst überwinden mit Yoga

Niederschrift der Hörsendung Sonnengeflecht Angst

Hier findest du die Niederschrift der Hörsendung „Sonnengeflecht Angst – mit Yoga Atemübungen zu Zentrierung, Vertrauen und innere Ruhe“.

Zweite Sache, was wir beim Hatha Yoga machen, sind Atemübungen. Und wer Ängste hat, möchte ich euch als erstes raten, lernt die Bauchatmung richtig. Das ist so wichtig für gesunde Energie im Sonnengeflecht. Im Zweifelsfall fragt nochmal euren Yogalehrer, ob ihr die Bauchatmung auch richtig übt. Da werden wir gleich nochmal darauf zu sprechen kommen in Hinsicht mit Lampenfieber. Bauchatmung ist das A und O zur Überwindung von Ängsten, insbesondere zur Transformierung von Ängsten in positiv nutzbare Energie. Gerade das Sonnengeflecht ist sehr verbunden mit den Polen Angst-Mut-Vertrauen.

Angst als Aktivierung von Lebensenergie im Sonnengeflecht

Ängste sind eine Aktivierung von Prana, wenn man es jetzt vom Kundalini-Yoga-Standpunkt aus sieht und mehr Prana, mehr Energie ist ja gut, nur manchmal führt diese Energie zu Blockaden und die Blockaden manifestieren sich dann auch als Verspannung im Bauchbereich und dann können Menschen nicht mehr richtig mit dem Bauch atmen. Und dann wird das wieder eine Rückkopplungsschleife. Weil man ängstlich ist, ist der Bauch blockiert, also atmet man anders, und wenn man das nicht auflöst danach, dann atmet man noch weiter falsch. Und dann sucht der Körper sich weitere Gründe, warum er weiter so falsch atmen muss und der Grund muss sein, irgendeine Angst, also sucht er sich neue Ängste, in die er sich reinsteigern kann und so haben wir diese Rückkopplungsschleifen. Zum anderen, wenn man durch die verspannte Prana eben nicht so stark ausstrahlt, dann ist man vielleicht auch nicht so gut und nicht in seiner Mitte, also hat man noch Ängste, „ich habe keinen klaren Kopf“, dann hat man auch eine Angst, nicht nur, weil etwas da ist, sondern man hat noch Angst, weil man Angst hat, und Angst, weil man blockiert ist.

Bauchatmung für Harmonie im Sonnengeflecht – Angst überwinden

Und das kann man alles unterbrechen mit tiefer Bauchatmung. Und diese Bauchatmung als Normalatmung zu etablieren, ist gar nicht so schwer. Das sollte man unbedingt tun. Wenn ihr die Bauchatmung beherrscht, dann gibt es zwei weitere Atemübungen, die sehr gut sind, die wir auch jetzt geübt haben, das eine ist Kapalabhati. Sehr gut sogar, angenommen, ihr habt irgendwas Wichtiges und wo ihr dann Lampenfieber davor habt, dann Kapalabhati ist sehr gut, um dann Kraft zu bekommen. Als ich meinen ersten Meditationskurs gegeben hatte, da war ich erst neunzehn und ich bin relativ kurzfristig eingesprungen für jemand anderes und ich war früher wahnsinnig schüchtern und da jetzt vor Leuten, die durchschnittlich doppelt so alt waren wie ich, dann dort denen zu sagen, wie man meditieren soll. Und dann hat mir dann jemand geraten, Bhastrika zu üben. Das ist noch eine gesteigerte Form von Kapalabhati und dann war ich so voller Prana, also wie auf Wolken dort reingeschwebt. Also, das kann man gut machen. Übrigens, Kapalabhati ist eigentlich eine natürliche Weise des Menschen, mit Lampenfieber umzugehen. Leider schlägt das bei Menschen komisch um, dann führt es nämlich zu einer Hyperventilation. Eigentlich ist es sehr gut, um Mut zu bekommen und eigentlich eine gute Bewältigungsstrategie bei Ängsten. Übrigens auch etwas außerhalb vom Yogakontext, wenn ihr irgendwo z.B. mal kalt duschen wollt und irgendwo ist es euch zu kalt, Kapalabhati senkt den Schmerz und dann macht das gar nichts aus und ist ja auch gesund dann. Natürlich, das macht man in unseren Breiten jetzt nicht, während andere anwesend sind, denn die kennen das anders. Es gibt nämlich auch den verunglückten Kapalabhati-Reflex bei Ängsten, der nennt sich nämlich Hyperventilation. Das geht bis zur Ohnmacht. Aber eigentlich, die Körperintelligenz sagt das Richtige, nur ist der Bauch verspannt und anstatt zu einem Kapalabhati wird es dann zu Hyperventilation, der Unfähigkeit zum Ausatmen, und das ist dann eben nicht förderlich. Und deshalb sollte man es auch nicht in der Öffentlichkeit machen, gerade dann, wenn man in Lampenfieber situationen ist, denn dann denken mittelmäßig geschulte Menschen, „der kommt jetzt gerade in die Hyperventilation“ und kommen vielleicht mit der Plastiktüte, weil das gilt als effektive Strategie gegen die Hyperventilation, um über den Kohlendioxidreflex wieder runter zu kommen. Also, Kapalabhati kann dort helfen, eine manifeste Angst zu überwinden. Aber das bitte nur dann, wenn ihr Kapalabhati im trockenen Zustand gut könnt und die Bauchatmung gut beherrscht, nicht dass ihr dann in eine Hyperventilation hineinkommt. Kapalabhati kann man dann auch noch für etwas anderes verwenden, wo ich dann nachher nochmal darauf zu sprechen komme, eben Überwindung von Phobien. Die nächste Atemübung ist Wechselatmung und Wechselatmung hilft, zu zentrieren. Wechselatmung – Yogis sprechen ja davon, es gibt drei Hauptenergiekanäle, Ida, Pingala und Sushumna. Ida, Mondenergie, Pingala ist die Sonnenenergie, Sonne und MOnd, wie die zwei Pole, Sushumna, die mittlere. Wechselatmung hilft, alle drei miteinander in Harmonie zu bringen. Und ist man in Harmonie, dann hat man die Kraft auch, bei verschiedenen Herausforderungen zu bestehen. Wechselatmung hat auch den großen Vorteil, es führt zu einer Harmonie, die auch längere Zeit andauert. Deshalb, Kapalabhati wirkt kurzfristig. Kapalabhati, auch sehr hilfreich gegen dieses Gefühl, „es hängt alles in mir“. Kapalabhati – Bhakti heißt ja strahlen und man strahlt und wird weit. Wechselatmung hilft, längere Zeit zentriert zu bleiben. Also, wenn man morgens seine Wechselatmung macht, kann man sehr viel zentrierter den ganzen Tag sein. Paradoxerweise, ist meine Beobachtung, Menschen, die zu Ängstlichkeit neigen, mögen die Wechselatmung nicht so sehr. Mein Tipp wäre, sie trotzdem einfach mal zu probieren und einfach mal eine Weile täglich zu üben. Und dann wird man irgendwo feststellen, es hilft.

Das war also der 17. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

Hier nochmal der Vortrag als mp3 Audio:

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Weiterführende Informationen zum Thema Angst, Sonnengeflecht und Yoga Psychologie:

Dies ist ein Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

Hier findest du mehr zum Thema:

 

Übungen gegen Angst: Wechselatmung

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Yoga gegen AngstWechselatmung, auch Nadi Shodhana bzw. Anuloma Viloma genannt, ist eine sehr wirksame Yoga Atemübung gegen Angst. Sukadev leitet dich dazu an. In der Audio Datei findest du, wie beim letzten Mal, die Anleitung zu Kapalabhati, Wechselatmung und Meditation. Und unten findest du die Niederschrift der Übungsanleitung zur Wechselatmung:

Die Wechselatmung hilft, Energien ins Gleichgewicht zu bringen. Und ihr werdet dabei auch euch konzentrieren auf bestimmte Chakras, insbesondere die Chakras, die Patanjali im Yoga Sutra nennt, und zusammen mit den geistigen Wirkungen, wenn man sich auf bestimmte Körperteile konzentriert. Das Interessante ist, dass deckt sich – mindestens vom Konzept her – mit dem, was diese moderne Psychotherapie oder psychologische Richtung sagt, das Unterbewusstsein kommuniziert über Körperempfindung und umgekehrt, über Konzentration auf bestimmte Körperteile haben wir einen Einfluss auf unser Unterbewusstsein, unser Denkvermögen usw. Und so sind die so genannten KörperSamyamas, Konzentration auf bestimmte Teile des Körpers, die dann auch Sitz von Chakras sind, sehr wirksame Techniken, auch auf den Geist Einfluss zu nehmen.

Atmet zunächst sehr tief vollständig aus. Atmet tief ein. Atmet vollständig aus. Jetzt schließt das rechte Nasenloch und atmet links ein. Schließt das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen und haltet dann die Luft an mit Daumen und Ringfinger. Konzentriert euch dabei auf den Bauch. Bauchbereich, Sitz von Selbstbewusstsein. Atmet rechts aus und stellt euch vor, ihr lasst die Energie vom Bauch weit ausstrahlen. Atmet rechts ein, zum Bauch hin. Haltet die Luft an. Patanjali sagt: „Konzentration auf den Bauch hilft, die Bedürfnisse des Körpers zu spüren.“ Atmet links aus und bringt jetzt die Konzentration hoch zum Herzen. Atmet links ein, zum Herzen. Haltet die Luft an. Spürt in das Herz. Patanjali sagt: „Konzentration auf das Herz führt zum Verstehen der Psyche oder des eigenen Geistes, von sich selbst und anderen.“ Atmet rechts aus und stellt euch vor, ihr werdet vom Herzen her weit. Atmet rechts ein, zum Herzen hin. Haltet die Luft an. Konzentriert euch auf das Herz. Das führt zu Verständnis und Liebe. Atmet links aus, hoch zur Kehle, Kehlzentrum. Atmet links ein, zum Kehlzentrum. Haltet die Luft an, spürt eure Kehle. Patanjali schreibt: „Konzentration auf die Kehle lässt Gier und Getriebenheit verschwinden, führt zu Zufriedenheit.“ Atmet recht aus, von der Kehle her weit werden. Atmet rechts ein, zur Kehle hin. Haltet die Luft an, zur Kehle. Atmet links aus, hoch zum Punkt zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn, das Intuitionszentrum. Links einatmen, zum Punkt zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn. Haltet die Luft an. Patanjali sagt: „Durch Konzentration auf die Stirngegend, das Intuitionschakra, kommt alle Erkenntnis, alles Wissen.“ Atmet rechts aus, spürt eure Stirngegend. Atmet rechts ein, hin zur Stirngegend. Haltet die Luft an, spürt die Stirngegend. Atmet links aus, jetzt spürt eure ganze Wirbelsäule von unten bis oben. Atmet links ein, spürt die ganze Wirbelsäule von unten bis oben. Haltet die Luft an. Patanjali sagt: „Durch Konzentration auf die Wirbelsäule entsteht innere Festigkeit.“ Atmet rechts aus, spürt dabei eure Wirbelsäule von unten bis oben. Atmet rechts ein, spürt eure Wirbelsäule. Haltet die Luft an, spürt eure Wirbelsäule von unten bis oben. Atmet links aus, hoch zum Scheitelzentrum. Atmet links ein, zum Scheitelzentrum. Haltet die Luft an. Spürt Scheitelgegend und Raum darüber oder auch Licht darüber, für Kontakt zu einer höheren Wirklichkeit oder auch für Inspiration. Atmet rechts aus. Atmet rechts ein, hoch zum Scheitelzentrum. Haltet die Luft an, spürt Scheitelzentrum und Raum darüber oder auch Licht darüber. Öffnet euch so für Inspiration und für eine höhere Wirklichkeit. Atmet links aus und senkt die Hand.

Das war also der vierzehnte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Übungen gegen Angst: Kapalabhati

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Yoga gegen AngstAtemübungen und Meditation sind sehr wirksam gegen Ängste. Zum einen sind alle Hatha Yoga Übungen Vorbeugung gegen Angst, denn sie geben dir Prana, Lebensenergie. Zum anderen helfen Pranayama, Asanas und Meditation, die Angst-Energie in positive Energie umzuwandeln. Du findest die Übungen Kapalabhati, Wechselatmung und Meditation in beiliegender mp3 Audio Datei, und als unbearbeitete Mitschrift einer Übungsanleitung mit Sukadev, Teil 1, Kapalahbhati:

Wir wollen Kapalabhati üben, um so Prana zu aktivieren. Kapalabhati zu üben, ist auch eine gute Weise, um mehr Prana zu haben. Wenn man mehr und aktives Prana hat, dann kann man auch besser mit Ängsten umgehen, bzw. braucht sie oft auch gar nicht zu haben. Kapalabhati, die Schnellatmung, wo ihr schnell ausatmet und sanft einatmet. Sitzt ganz gerade, atmet sehr tief vollständig aus, einatmen, Bauch hinaus, ausatmen Bauch hinein. Einatmen, Bauch hinaus, beginnt: Aus, ein, aus, ein, aus, ein… Atmet vollständig aus. Atmet sehr tief ein, neues Licht, Kraft und Positivität. Atmet vollständig aus, leert eure Lungen. Atmet bequem ein, füllt eure Lungen zu dreiviertel und haltet die Luft an. Konzentriert euch auf den Bauchbereich, die innere Mitte, Sitz des Sonnengeflechtes, der inneren Sonne, damit auch von Mut und Selbstbewusstsein. Wer halten kann, hält noch, andere atmen schon aus. Und ein, und wieder aus. Atmet ein, Bauch hinaus, und beginnt: Aus, ein, aus, ein, aus, ein… Atmet vollständig aus. Atmet tief ein, neues Licht, Kraft und Positivität. Atmet vollständig aus, leert euch, öffnet euch. Atmet bequem ein, füllt die Lungen zu etwas dreiviertel und haltet die Luft an. Stellt euch jetzt vor, die Energie strömt nach oben, vom Bauch zum Herzen, zur Stirn, oder auch durch die Wirbelsäule nach oben. Die Sonnenenergie vom Bauch strömt nach oben, füllt euch mit wärmender, stärkender Energie. Wer halten kann, hält weiter und stimmt dann ein, wenn er ausgeatmet hat. Andere atmen jetzt langsam aus. Atmet ein, atmet aus. Atmet ein und beginnt: Aus, ein, aus, ein, aus, ein… Atmet vollständig aus. Atmet tief ein, neues Licht, Kraft, Positivität. Atmet vollständig aus, leer euch, öffnet euch, entspannt. Atmet ein, füllt die Lungen zu etwas dreiviertel und haltet die Luft an. Jetzt konzentriert euch auf Stirn und Scheitelgegend. Kapalabhati heißt wörtlich übersetzt strahlender Schädel, scheinender Kopf, das Gefühl von Leichtigkeit, Weite und Ausdehnung. Dann atmet ein paar Mal tief ein und aus. Ihr könnt kurz die Beine ausstrecken. Wer bequem sitzt, kann auch sitzenbleiben. Als nächstes übt ihr die Wechselatmung. Kapalabhati aktiviert das Prana, lässt Energien fließen. Das ist ein wichtiger Aspekt, um blockierte Energien oder unruhige Energien wieder strahlen zu lassen.

Das war also der dreizehnte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links: