Du hast Mut in dir – überwinde deine Angst

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1..54Umgang mit Angst – Teil 6

Du hast Mut in dir. Du bist mutig. Sei dir dessen bewusst.

Hallo und herzlich willkommen zum Podcast „Umgang mit Angst“. Kurze Anregungen für den Tag, für die Woche, wie du in dir Mut entwickeln kannst. Du hast Mut in dir und du bist mutig. Selbst wenn du Ängste hast, hast du auch Mut in dir. Du kannst jetzt mal überlegen, wann gab es Situationen, in denen du mutig warst? Du bist schon einiges angegangen, du hast schon einiges probiert, du hast dich für einiges freiwillig angemeldet, du hast einiges getan, wo du Mut bewiesen hast. Überlege dir Situationen, in denen du mutig warst. Vielleicht willst du dir das sogar aufschreiben in ein Heft, „Mein Mut-Tagebuch“. Und schreibe dir dort auf, vielleicht schon von der Kindheit, was du gemacht hast. Man kann sagen, schon auf die Welt zu kommen, war mutig. Du magst sagen, „das habe ich ja nicht selbst gemacht, aber ich bin da leider gezwungen worden“ oder „es ist einfach passiert“. Ok, du hast angefangen, zu atmen. Irgendwann hast du angefangen, zu gehen, du bist immer wieder gestürzt. Du hast angefangen, zu sprechen. Du hast in der Schule einiges gemacht, du hast vielleicht im Sport einiges gemacht, du hast dich irgendwo engagiert, du bist Widerstände angegangen. Überlege dir Situationen, in denen du mutig warst. Wenn möglich, schreibe es auf, dein Mut-Tagebuch. Und vielleicht gibt es ein paar Situationen, in denen du besonders mutig warst und wo du stolz auf dich bist. Überlege, jeder Mensch hat ein paar Situationen, wo du stolz sein kannst, wo du wirklich mutig gewesen bist. Mal dir diese aus und dann kannst du manchmal, wenn die Sachen schwierig sind, dir diese Situationen vergegenwärtigen: „Ja, in der und der Situation, da war ich mutig. In der und der Situation habe ich mich durchgesetzt. In der und der Situation war ich wirklich gut.“ Und jetzt kannst du überlegen: „Angenommen, ich wäre jetzt genauso mutig wie damals. Wie würde ich mich jetzt in dieser Situation verhalten? Angenommen, ich hätte jetzt diesen Mut wie damals. Wie würde ich die Situation angehen?“ Oder: „Vor dem Hintergrund von dem, Was ich dort gemacht hatte, wie würde ich jetzt die Situation angehen?“ Überlege, das sind einige Anregungen, vielleicht hilft es dir.

Bis zum nächsten Mal, alles Gute! Wenn du willst, findest du auch mehr Anregungen, auch etwas tiefergehende, psychologisch tiefergehende, auf unseren Internetseiten unter www.yoga-vidya.de. Gib oben rechts im Suchfeld „Angst“ oder „Ängste“ oder „Lampenfieber“ oder was auch immer du suchen willst ein und du bekommst wertvolle Tipps zum Umgang mit allem, was mit Angst, Ängsten zu tun hat.

Viel Mut wünsche ich dir!

http://angst.podspot.de/files/06_du-hast-mut_ueberwinde-angst.MP3

Dies ist ein Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

Hier findest du mehr zum Thema:

 

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Mut – Affirmationen gegen Angst

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1....55Umgang mit Angst – Teil 5

Mut-Affirmationen. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast „Umgang mit Angst“. Heute: Mut-Affirmationen. Damit leite ich eine Reihe von Kurzhörsendungen ein, die dir kurze Blitztipps geben können, um mutiger zu werden. Heute Affirmationen. Affirmation heißt bestätigen, etwas bestätigen, was in dir schon da ist, oder etwas verstärken Man kann es auch Autosuggestion nennen, also, du Selbst sprichst Affirmationen. Du kannst sagen: „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren  Kraft.“ Du kannst das jetzt und in diesem Moment geistig wiederholen. „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft. Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft. Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft.“ Wiederhole solche oder ähnliche Affirmationen. Wiederhole es abends, bevor du einschläfst: „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft.“ Wenn du morgens aufwachst, wiederhole: „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft.“ Und auch tagsüber, wann immer du einen Moment Zeit hast, wiederhole diese Affirmationen. Und es mag sogar Sein, dass du ängstlich bist. Und auf der einen Seite magst du weiter ängstlich sein und magst Lampenfieber haben und dir alles ausmalen, Was alles Schlimmes sein mag, aber auf einer anderen Weise, auf einer tieferen Weise, weißt du: „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft.“ Es mag sein, dass Ängste da sind, es mag sein, dass du vielleicht dir vieles nicht zutraust. Das mag alles da sein und du musst es auch gar nicht verdrängen. Es kann da sein. Nur, zusätzlich wiederhole auch: „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft.“ Oder vielleicht auch umgekehrt: „Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft. Ich entwickle Mut. Ich bin mutig.“ Probiere das aus. Probiere das bis zum nächsten Podcast aus. Sprich diese Affirmationen wieder und wieder. Und es spielt keine Rolle, ob du dann wirklich Mut spürst. Es kann sogar sein, dass du erst mal etwas ängstlicher wirst, weil du dir bewusst bist, dass es doch nicht so einfach ist. Wiederhole diese Affirmationen. Affirmationen helfen, etwas, was in dir ist, stärker werden zu lassen. Autosuggestionen helfen dir, einen Vorschlag zu machen, wie du dich fühlen kannst. Suggestion heißt auch Vorschlag. Suggerere – Vorschlag. Autosuggestion heißt, dir selbst etwas vorzuschlagen. Das heißt, du musst dich auch nicht unter Druck setzen. Wenn du eine Affirmation machst, muss es nicht sofort wirken. Du schlägst etwas vor und du bestätigst etwas im Inneren. „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft.“ „Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Kraft. Ich entwickle Mut. Ich bin mutig.“

http://angst.podspot.de/files/05_mut-affirmation_gegen_angst.MP3

Dies ist ein Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

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Lampenfieber transformieren und nutzen – Angst verlieren

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Yoga gegen AngstLampenfieber ist eine weitverbreitete Form der Angst – und soll deshalb hier im Ratgeber Angst mit behandelt werden. Die gute Nachricht: Lampenfieber hat fast jeder öffentlich Sprechende – und Lampenfieber hilft. Lampenfieber kann transformiert werden. Es ist nicht nötig, unter Lampenfieber zu leiden. Was kannst du gegen Lampenfieber tun? Darüber spricht Sukadev in der beiliegenden mp3 Audio Datei – und in der folgenden unbearbeiteten Niederschrift aus einem Vortrag im Rahmen eines Workshops „Ängste überwinden mit Yoga“:

 Und darauf aufbauend kann man auch einiges tun gegen Lampenfieber. Ich hatte vorher zwar schon erzähl mit Kapalabhati, aber ich will ein paar Worte über Lampenfieber sagen. Es gibt ja Lampenfieber als Prüfungsängste, es gibt Lampenfieber als Bewerbungsängste. Lampenfieber im engeren Sinn kommt natürlich davon, dass Schauspieler auf die Bühne gehen und mit Lampen bestrahlt werden und dann haben sie Lampenfieber. Aber auch wenn man in einem Meeting ist und soll eine Präsentation machen oder man hat ein Gespräch mit dem Chef oder mit einem Mitarbeiter oder, so viele Situationen. Oder man will seiner Angebeteten einen Heiratsantrag machen, weiß aber nicht genau, usw. Also, viele Gründe für Lampenfieber. Zunächst ein paar Worte zum Lampenfieber. Erst mal, Lampenfieber grundsätzlich ist gut. Lampenfieber ist energieerweckend, wie ich nicht müde werde, zu sagen. Angenommen – ein Beispiel, das ich öfters gebrauche in dem Kontext, manche mögen es schon gehört haben von mir – ihr habt einen anstrengenden Tag gehabt und ihr freut euch schon, dass bald Feierabend ist. Ich wisst, es gibt nicht mehr viel zu tun, ihr seid todmüde und denkt auch: „Ich werde mich erst ins Auto schleppen und dann erst mal eine Tiefenentspannung machen.“ Und dann kommt der Chef und sagt: „Unser wichtigster Kunde ist gekommen, er hat sich nicht angekündigt. Und wir haben ja dieses neue Produkt und Sie wissen, nur wenn dieses Produkt läuft, hat unsere Firma eine Chance. Das ist der wichtigste Kunde. Sie sind die Expertin auf dem Gebiet. Sie haben eine Viertelstunde Zeit, sich vorzubereiten. Ich führe unseren Kunden durch die Firma ein bisschen und biete ihm was zu trinken an. Machen Sie Ihre Sache gut, von Ihnen wird das Überleben der Firma abhängen.“ Frage: Wer wäre dann noch müde? Sofortige Kundalini-Erweckung. Gut, und das Lampenfieber gibt es im Kleinen und im Großen, ist erweckend. Und es ist gut, das kann man als erstes mal willkommen heißen, man kann sogar sagen, wenn man jetzt Raja Yoga macht, würde man sagen: „Energieminister ist gerade aktiv geworden und hat mir Energie gegeben.“ Wir können aber auch Kundalini Yoga mäßig sagen: „Prana ist erweckt worden, toll!“ Nächste Sache ist dann auch, zu verstehen, Menschen nehmen das Lampenfieber ihres Gegenübers erheblich weniger wahr als der Betreffende selbst. Ihr könnt sicher sein, jeder Schauspieler auf der Theaterbühne hat Lampenfieber. Ihr könnt sicher sein, jeder Politiker, der eine öffentliche Rede hält, hat Lampenfieber. Jeder Politiker, der im Bundestag spricht, hat Lampenfieber. Das haben sie alle. Aber wie sehr seht ihr, dass ein – ich weiß nicht, ob der heute noch spricht, aber gerade wo ich jetzt in Bayern bin – Ottfried Fischer Lampenfieber hat, wenn er auf der Bühne steht? Sieht man dem nicht an. Aber ich habe von dem irgendwo so ein Interview mal gehört, wo er gefragt wurde: „Haben Sie eigentlich noch Lampenfieber?“ Und da sagte er: „Ich habe vor jedem Auftritt Lampenfieber.“ So gemütlich der wirkt, der Inbegriff der bayerischen Gemütlichkeit. Das weiß ich jetzt nicht, ob die Bayern das so sehen, aber in Norddeutschland… Ich habe ihn jetzt auch die letzten Jahre nicht mehr gesehen. Meine Zeit, wo ich mal wieder Fernsehen geguckt habe, ist wieder ein paar Jahre her. Dass er schwer krank ist, habe ich gelesen. Aber ich habe gehört, trotzdem macht er noch Auftritte. Zwar weniger als vorher, aber er macht Auftritte und hat weiter Lampenfieber. Da wurde er in dem Kontext gefragt, wieso er sich das antut, wenn er Lampenfieber hat. Dann hat er auch irgendeine kluge Aussage gehabt. Ich habe auch ab und zu mal Lampenfieber. Insbesondere wenn ich auf Zentrumstour gehe und nicht weiß, vor wem spreche ich, ein Thema, über das ich noch nicht so häufig gesprochen habe, da habe ich auch ein bisschen Lampenfieber. Und ich weiß dann, ich habe Lampenfieber, brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen, ob ich dann vielleicht müde bin. Denn, wenn ich auf Reisen bin, dann bin ich halt auch manchmal müde und schlafe an anderen Stellen und dann kriege ich meistens Essen irgendwo kurz vorm Schlafengehen, das bin ich nicht gewohnt normalerweise. Aber direkt vor dem Workshop will ich auch nicht essen und dann wache ich dann früh auf. Aber ich brauche mir keine Sorgen zu machen, dass ich müde bin beim Workshop. Da gibt es erst mal ein bisschen Lampenfieber und dann habe ich meine Techniken, wie ich das umwandle, über die ich gleich nochmal sprechen werde. Und dann kann ich also ganz entspannt mit Lampenfieber in den Workshop gehen, selbst wenn ich dort irgendwo am Nachmittag plötzlich müde bin. Also, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, dass andere das Lampenfieber sehen. Sie nehmen es wahrscheinlich höchstens ein Zehntel oder ein Hundertstel von dem wahr, wie ihr es wahrnehmt. Und wenn jemand anderes es wahrnimmt, fühlt er sich typischerweise geschmeichelt, dass jemand Lampenfieber hat. Das macht Menschen irgendwo sympathisch. Und so braucht ihr keine Angst zu haben vor dem Lampenfieber und ihr braucht auch keine Angst zu haben, dass es andere merken. Größtenteils merken sie es nicht und wenn sie das so gemäßigt merken, dann fühlen sie sich geschmeichelt und geehrt. Wenn ihr bei einem Personaler seid und irgendwo vollkommen ruhig wirkt, es kommt bei den meisten Personalern auch nicht gut an. Die wollen es irgendwie auch, dass die Leute ein bisschen das ernst nehmen und das bringen sie zum Ausdruck, dass sie ein bisschen aufgeregt sind. Das sind erst mal einleitende Sachen. Jetzt aber eine Technik, die sehr hilfreich ist, das ist der so genannte Lampenfieber-Transformationsatem und der ist eigentlich ganz einfach, aber sehr effektiv. Und der besteht darin, dass man tief mit dem Bauch ein- und ausatmet, auf diese Weise die Lampenfieber-Energie am Fließen hält, und besteht daraus, dass man sich noch dazu verbindet mit einer höheren Energie und diese Energie anderen schickt. Das können wir gleich mal ausprobieren. Am besten steht ihr dafür auf. Man kann sie zwar auch im Sitzen machen, aber ich vermute, manche von euch werden nicht böse sein, dass sie mal stehen können. Eventuell wenn man das Fenster noch etwas mehr aufmacht, könnte auch hilfreich sein. Also, angenommen, ihr seid vor einem Bewerbungsgespräch und da drin ist ein ganzes Bewerbungskomitee und ihr wisst, da ist ein halbes Dutzend und das ist ein Job, den ihr wirklich gerne haben wollt, er ist euch wichtig. Also nicht, dass ihr einen Schein braucht für das Arbeitsamt, sondern ihr wollt den wirklich haben. Und dann wäre der erste Schritt, ihr atmet tief mit dem Bauch ein und aus. Das geht natürlich in so einer Situation nur dann, wenn ihr diesen Bauchatem schon gelernt habt, z.B. in einer Yogastunde, und das geht, und dann hält man das aufrecht. Und dann, drei bis vier Sekunden lang einatmen, drei bis vier Sekunden lang ausatmen. Drei bis vier Sekunden lang einatmen, Bauch hinaus, drei bis vier Sekunden lang ausatmen, Bauch geht hinein. Nächster Schritt wäre, ihr stellt euch vor, von oben strömt Energie in euch hinein bis tief in den Bauch, und beim Ausatmen dann vom Bauch über das Herz zu denen, mit denen man gleich sprechen wird. Und selbst wenn man sie nicht kennt, dann schickt man eben die Energie in den Raum hinein. Also, einatmen, Energie von oben, man könnte es theoretisch sogar mit Handgeste verbinden, aber in den meisten Situationen wirkt das komisch, wenn ihr dann im Warteraum… Dann braucht ihr vermutlich gar nicht das Bewerbungsgespräch weiter, es sei denn, ihr habt dort jemanden, der sehr unkonventionell ist. Es gibt ja manche Branchen, die lieben so Leute. Also, probieren wir es besser mal ohne. Also, einatmen bis runter in den Bauch, und dann ausatmen vom Bauch über das Herz zu den Menschen hin, mit denen man sprechen wird. Ihr könnt euch sogar jetzt eine Situation vorstellen, es könnte ein Bewerbungsgespräch sein, es kann aber auch ein Kollege sein, Kunde sein, Chef sein, Yogaschüler sein. Wenn man das ein paar Mal macht, dann kann das fast zu einer Art Euphorie führen. Ihr habt erst mal die Lampenfieber-Sache, aber zum zweiten, ihr öffnet euch mit diesem geweckten und wachen Geist, durch Lampenfieber wachen Geist, stellt euch dabei vor, ihr atmet Energie ein und ihr verbindet euch mit eurem Herzen zum Herzen der anderen. Und auf dieser Basis entsteht dann auch tatsächlich ein Gespür und ihr werdet euch gleich mit dem Menschen, mit dem ihr dann sprechen werdet, verbunden fühlen. Ihr könnt euch wieder hinsetzen. Gerade zwei Situationen, wo ich diese Atemübung besonders intensiv geübt hatte. Das eine war – das ist jetzt schon lange her, aber wo ich jetzt hier bei München bin – irgendeine Diplomprüfung. Ich habe ja irgendwann Betriebswirtschaft an der Ludwig Maximilian Universität studiert und dann die Monate vor meiner Diplomprüfung – ich habe da schon gewohnt in einem Yogazentrum – war niemand sonst Mitarbeiter dort und so war ich der einzige Mitarbeiter und Zentrumsleiter. Und gleichzeitig für die Prüfung vorbereiten, da ging nur, selektiv vorbereiten. Und irgendwo schriftlich war damals üblich, dass man sich Themen aussuchen kann und mit selektivem Vorbereiten war eine gute Strategie, dann schreibt man halt nur über das, was man weiß. Im Mündlichen ist das etwas schwieriger und so hatte ich doch ein bisschen Bammel dort gehabt. Und dann habe ich diese Technik sehr intensiv geübt dort draußen im Warten, einatmen, Energie strömt hinunter in den Bauch, ausatmen, dann vom Herzen dort hin. Außerdem habe ich den Sivananda mir vorgestellt, denn ich habe ja für ihn das Zentrum dort geleitet und habe mich ja aufgeopfert. Dafür, habe ich gedacht, da kann er mir ja jetzt auch helfen. Und so habe ich in den Bauch und dann vom Herzen… Und dann bin ich in den Raum hinein. Und ich habe mein Studium so gemacht, dass ich den Hörsaal gemieden habe, ich habe eigentlich nur die Bücher abgeholt und habe dann gelernt und bin zu den Prüfungen gekommen, denn ich wollte ja eigentlich hauptsächlich Yoga dort machen, aber irgendwo alle haben gesagt, ich soll es abschließen das Studium. Und so bin ich dort hin und die haben mich so vertraut angelächelt und ich habe sie dort angelächelt. In allen drei mündlichen Prüfungen, die es dort gegeben hatte, haben die mir nur Fragen gestellt, die ich gewusst hatte. Und bei zwei war es üblich, da waren immer zwei gleichzeitig geprüft worden. Und die Fragen, die ich nicht gewusst habe, hat der arme andere immer beantworten müssen. Und wenn der was nicht gewusst hatte und ich es gewusst hatte, hat er die Frage an mich weitergegeben. Wenn ich was nicht gewusst hatte und der hat es nicht gewusst, hat der Professor das nicht an mich weitergegeben. Und so habe ich bei allen drei Prüfungen Einser gehabt. Nicht, weil ich so viel wusste, sondern da ist diese energetische, telepathische Verbindung hergestellt worden über diesen Lampenfieber-Transformationsatem. Und ich glaube, der hat da auch noch was mitgewirkt. Also, es kann euch helfen, es ist eine einfache Technik, aber eine hochwirksame Technik. Ihr müsst erst Bauchatmung lernen und am leichtesten in Yogastunden, dann könnt ihr lernen, Bauchatmung im Alltag, dann dieses Einatmen in den Bauch und vom Bauch über das Herz zu den Herzen der anderen und so eine Herz-zu-Herz-Verbindung herstellen, das wirkt wie eine Art telepathische Verbindung.

Das war also der 23. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Kapalabhati als Hilfe gegen Angst

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Yoga gegen AngstKapalabhati hilft, Angst zu überwinden. Kapalabhati bringt die Lebensenergie, das Prana, in Gang. Kapalabhati ist die Schnellatmung. Du atmest schnell aus und ein, wobei die Ausatmung schneller ist und die Einatmung langsamer. Oben findest du eine Audio Anleitung zu Kapalabhati, unten eine Video Anleitung. Allerdings lernst du Kapalabhati am besten bei einem Yogalehrer/in.

Und hier noch ein kurzer Mitschnitt aus einer Frage eines Teilnehmers zu Kapalabhati:

Man würde vom Ayurveda her sagen, das könnten die Kapha-Typen sein, denn Kapalabhati ist eigentlich etwas, was Kapha reduziert und manche mögen das nicht. Und evtl. kann man auch überlegen, ob man es genau richtig macht – das müsstest du mal überprüfen lassen – und evtl. kann man auch variieren, entweder langsamer oder schneller oder auch fester und sanfter. Wenn man Kapalabhati nicht mag, würde ich so empfehlen, mal andere Variationen auszuprobieren, bis du die findest, die du tatsächlich magst.

Teilnehmer: „Schnelles Kapalabhati?“

Das magst du lieber? Gut, dann weißt du ja, was du machen musst, um Kapalabhati zu mögen.

Teilnehmer: „Kann man nur schnell machen oder muss man erst langsam starten?“

Nein, man kann direkt loslegen. Also, wer merkt, es fällt viel leichter, schneller zu machen, oder manche mögen es lieber langsam, manche mögen es sanft, manche mögen es intensiver, manche mögen es wechselseitig, manche… Es gibt viele Variationen, also gerade bei Kapalabhati würde ich eben ausprobieren, was hilft, und im Zweifelsfall die Purnima fragen, ob sie einem noch mal verschiedene Variationen zeigen kann, dass man die findet. Gut, wenn man jetzt in einer Yogastunde ist, dann macht man normalerweise den Rhythmus, den der oder die Yogalehrer/in ansagt und dann ist ja auch meistens weniger das Problem, ob man es nicht macht, weil man es nicht mag, sondern in der Gruppe macht man es einfach und meistens fällt es dann auch leichter. Aber wenn man es alleine übt, eben so üben, wie es euch leichtfällt.

Das war also der 18. Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Übungen gegen Angst: Kapalabhati

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Yoga gegen AngstAtemübungen und Meditation sind sehr wirksam gegen Ängste. Zum einen sind alle Hatha Yoga Übungen Vorbeugung gegen Angst, denn sie geben dir Prana, Lebensenergie. Zum anderen helfen Pranayama, Asanas und Meditation, die Angst-Energie in positive Energie umzuwandeln. Du findest die Übungen Kapalabhati, Wechselatmung und Meditation in beiliegender mp3 Audio Datei, und als unbearbeitete Mitschrift einer Übungsanleitung mit Sukadev, Teil 1, Kapalahbhati:

Wir wollen Kapalabhati üben, um so Prana zu aktivieren. Kapalabhati zu üben, ist auch eine gute Weise, um mehr Prana zu haben. Wenn man mehr und aktives Prana hat, dann kann man auch besser mit Ängsten umgehen, bzw. braucht sie oft auch gar nicht zu haben. Kapalabhati, die Schnellatmung, wo ihr schnell ausatmet und sanft einatmet. Sitzt ganz gerade, atmet sehr tief vollständig aus, einatmen, Bauch hinaus, ausatmen Bauch hinein. Einatmen, Bauch hinaus, beginnt: Aus, ein, aus, ein, aus, ein… Atmet vollständig aus. Atmet sehr tief ein, neues Licht, Kraft und Positivität. Atmet vollständig aus, leert eure Lungen. Atmet bequem ein, füllt eure Lungen zu dreiviertel und haltet die Luft an. Konzentriert euch auf den Bauchbereich, die innere Mitte, Sitz des Sonnengeflechtes, der inneren Sonne, damit auch von Mut und Selbstbewusstsein. Wer halten kann, hält noch, andere atmen schon aus. Und ein, und wieder aus. Atmet ein, Bauch hinaus, und beginnt: Aus, ein, aus, ein, aus, ein… Atmet vollständig aus. Atmet tief ein, neues Licht, Kraft und Positivität. Atmet vollständig aus, leert euch, öffnet euch. Atmet bequem ein, füllt die Lungen zu etwas dreiviertel und haltet die Luft an. Stellt euch jetzt vor, die Energie strömt nach oben, vom Bauch zum Herzen, zur Stirn, oder auch durch die Wirbelsäule nach oben. Die Sonnenenergie vom Bauch strömt nach oben, füllt euch mit wärmender, stärkender Energie. Wer halten kann, hält weiter und stimmt dann ein, wenn er ausgeatmet hat. Andere atmen jetzt langsam aus. Atmet ein, atmet aus. Atmet ein und beginnt: Aus, ein, aus, ein, aus, ein… Atmet vollständig aus. Atmet tief ein, neues Licht, Kraft, Positivität. Atmet vollständig aus, leer euch, öffnet euch, entspannt. Atmet ein, füllt die Lungen zu etwas dreiviertel und haltet die Luft an. Jetzt konzentriert euch auf Stirn und Scheitelgegend. Kapalabhati heißt wörtlich übersetzt strahlender Schädel, scheinender Kopf, das Gefühl von Leichtigkeit, Weite und Ausdehnung. Dann atmet ein paar Mal tief ein und aus. Ihr könnt kurz die Beine ausstrecken. Wer bequem sitzt, kann auch sitzenbleiben. Als nächstes übt ihr die Wechselatmung. Kapalabhati aktiviert das Prana, lässt Energien fließen. Das ist ein wichtiger Aspekt, um blockierte Energien oder unruhige Energien wieder strahlen zu lassen.

Das war also der dreizehnte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Kavacham Übung gegen Angst und Enge

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Yoga gegen AngstEine praktische Übung gegen Enge, Angst und Ängste ist Kavacham, Schutzfeld schaffen. Es gibt viele Formen von Kavacham im Yoga: Es gibt Kavacham Stotras – Schutz-Mantras. Es gibt Visualisierungen von Engeln und Gottheiten. Und es gibt Hatha Yoga Kavacham: Verbindung von Körperhalten, Arm-Mudras und Visualisierungen. Diese Kavacham Übungen können sehr machtvoll sein. Du findest die Übungsanleitung oben als mp3 Podcast, und hier als unbearbeitete Niederschrift der Übungsanleitung:

Jetzt könnt ihr aufstehen, man kann sogar die Fenster ein bisschen aufmachen. Gesundheitsminister meldet sich. Und dann können wir vorher eine kleine Atemübung machen. Ihr könnt so die Hände vor euch nehmen und dann so einatmen, Arme heben, und ausatmen, Arme wieder senken. Einatmen, Arme heben, und ausatmen, Arme senken. Einatmen, Arme heben, und jetzt ausatmen zum Bauch. Jetzt kommen wir doch ins Hatha Yoga hinein. Bauch, innere Stärke. Und jetzt einatmen nach oben, so verbindet ihr eure innere Sonne und Stärke mit der Himmelsenergie, und ausatmen wieder zum Bauch. Und einatmen nach oben, und ausatmen, wieder senken. Vielleicht noch eine weitere Übung. Ich mache doch noch ein paar Übungen vor der Meditation. Vom Kundalini Yoga her ist vieles auch Energie. Wenn wir jetzt diese Minister nehmen, wenn die im Ungleichgewicht sind und einer Diktator wird, dann fühlt man sich nicht mehr frei. Der hängt dann auf einem. Und diese Minister sind ja zum Teil auch bestärkt worden von Eltern und sie werden bestärkt von anderen, sind Ansprüche, und wenn ihr irgendwann mal das Gefühl habt, ihr könnt nicht mehr richtig atmen, es hängt euch da irgendwo da drin, so diese Enge. Es gibt ja auch dieses Herzproblem, Angina Pectoris, das kann ein Zeichen sein für Herzprobleme und dann ist es gut, wenn man das untersuchen lässt und irgendwas macht. Aber es gibt Menschen, die haben Angina Pectoris und das Herz funktioniert ganz gut, aber ständig eng. Da ist irgendwo so eine energetische Enge. Und manche haben es manchmal. Man kann das auch irgendwo, es gibt so eine kleine Atemübung oder kleine Handbewegung, die man üben kann. Ihr könnt euch vorstellen, was dort eng ist, das sind vielleicht eure inneren Anteile, vielleicht sind es Minister, die alle dort zu eng auf einen einstürmen, die müssen ein bisschen weg. Dann könnt ihr euch vorstellen, ihr schiebt so einen nach rechts vorne und den anderen nach links vorne und oben und den nächsten hier. Und so, wenn ihr irgendwo eine Enge spürt – ich hoffe, ihr spürt sie jetzt nicht, es ist mehr jetzt spielerisch, aber falls ihr es doch spüren würdet – könnt ihr so schauen. So vom Prinzip her, so zur Seite schieben. Also nicht wegschieben. Ich bin keiner, der es befürwortet, irgendwas ausmerzen zu wollen und wegbringen zu wollen. Minister und auch alle Untertanen sind unkündbar, sind nicht ins Gefängnis steckbar und sie sind auch nicht umbringbar, aber wir können sie ein bisschen wegschieben. Auch noch eines, was man machen kann, das ist jetzt nicht für alle geeignet, aber manche können das auch, wenn ihr sehr mit diesem Modell arbeiten wollt, und dann könnt ihr auch überlegen: Wo wäre er denn klugerweise? Soll er rechts vorne sein? Soll er links vorne sein?  Soll er hinten sein? Und dann könnt ihr irgendwo merken, da macht der sich bemerkbar sehr stark und dann sagen wir: „Danke, dass du mir das sagst, aber wieder einen Meter nach rechts vorne. Du kannst mir das auch von dort sagen, du musst mir nicht auf meinem Herzen ganz drauf sein. Und es ist schön, dass du mir das sagst, aber du musst jetzt nicht meinen Bauch verkrampfen. Du gehörst da links unten hin.“ Und man kann mit dieser Symbolik auch etwas arbeiten. Gut, und dann natürlich, nicht nur haben wir die inneren Anteile und Kräfte, die alle wohlmeinend sind, wir sind auch verbunden mit Mutter Erde, und so ist auch gut, sich auch mal zu erden. Und das könnt ihr z.B. machen, indem ihr jetzt einfach ruhig steht, euch vorstellt, eure Füße sind wie große Ansätze von Wurzeln und aus den Füßen kommen dann Wurzeln in die Erde. Es ist auch eine gute Sache, sich regelmäßig auf diese Weise zu erden. Und genauso könnt ihr euch auch nach oben öffnen zur Himmelsenergie. Dazu könnt ihr auch mal so eine kleine Handgeste machen, so die Hände nach oben. Ihr könnt euch dabei vorstellen, dass ihr jetzt von oben Energie aufnehmt. Man kann seinen Brustkorb leicht nach vorne geben, denn diese Geste hilft auch, das Herz zu berühren und zu füllen. Wer keine Nackenprobleme hat, kann sogar den Kopf leicht nach hinten geben oder auch stärker, wenn ihr merkt, es hilft euch. Und dann könnt ihr die Arme wieder senken. Ihr habt also jetzt zum einen etwas Energie von der Erde und ich würde euch da empfehlen, zwischendurch macht das auch am Tag. Die Zeit hat man durchaus. Spätestens dann, wenn irgendjemand einen schimpft oder so, dann kann man sich erden. Der hat ja Zeit, der schimpft ja weiter. Wenn jemand einen schimpft und es noch dazu unsachlich ist, dann hat man Zeit gewonnen, denn der erzählt ja jetzt nichts von übermäßiger Relevanz. Da kann man sich verankern, man kann sich von oben irgendwie aufladen, man kann tief mit dem Bauch atmen und sich vorstellen, dass die Pfeile, die da jetzt eindringen und irgendwo in den Astralkörper reingehen, die schiebt man liebevoll mit seinem Bewusstsein wieder nach draußen so ein bisschen und schickt Licht. Und danach kann man dann auch erkennen: „Ja, der andere meint es ja auch gut. Menschen meinen es gut. Und da ist auch irgendein Minister, der reagiert ein bisschen über, er will mir eigentlich Feedback geben und das ist ja gut, ich will mich ja entwickeln. Und es ist ja auch gut, dass mein Partner sagt, was er von mir will. Es wäre vielleicht schöner, wenn er es anders ausdrücken würde, aber er zeigt ja, er liebt mich, ich bin ihm nicht egal, sonst würde er ja nicht so schimpfen.“ Wobei, wenn es ein Partner ist, darf man nicht zu souverän aussehen, wenn der andere einen schimpft. Es gibt zwei Arten von Menschen, gegenüber denen man nicht souverän reagieren sollte, wenn ein Zornausbruch einen trifft. Das eine ist der Partner, das zweite ist der Chef. Wenn man gegenüber dem Chef zu souverän den cholerischen Ausbruch durchsteht, riskiert man seinen Arbeitsplatz. Und beim Partner gehört halt Emotionalität dazu. Aber trotz allem, man kann sich verankern mit der Erde, man kann sich verbinden mit dem Himmel. Das wird vielleicht in den meisten beruflichen Kontexten nicht so angebracht sein, das so zu machen. Ich wohne im Ashram, da kann ich das machen. Ich bin zwar erstaunt, dass es nicht mehr machen, wo alle sagen, irgendwie fühlt es sich gut an und irgendwie hilft es, sondern das kann man machen. Aber in vielen beruflichen Kontexten ist das weniger geeignet. Gut, das nächste ist eben auch, wenn ihr irgendwo das Gefühl habt, da ist was in einem drin, und das sind oft die Ängste, die einem richtig auf der Brust liegen, im Bauch liegen, im Hals liegen, die Kehle zuschnüren usw., dann kann man sich vorstellen, man schiebt sie ein bisschen nach draußen. Nicht wegschieben, was wir wegschieben, kommt wieder zu einem, man schiebt es ein bisschen, also doch weg, aber nicht ganz weg, sondern ein bisschen in die Distanz. Da können sie einem raten und da sind sie gut. Und dann brauchen wir noch etwas, was uns den Rücken stärkt. Und da könnt ihr auch überlegen, was könntet ihr euch vorstellen, was euch von hinten den Rücken stärkt? Natürlich, wenn ihr irgendwo religiös, spirituell seid, könnt ihr euch vorstellen, Gott oder Sivananda oder die Göttin ist von hinten und stärkt euch den Rücken. Oder ihr könnt euch die Engel vorstellen oder ein Licht von hinten. Im Raja Yoga sagt Patanjali im 3. Kapitel: „Einfach nur durch Konzentration auf die Wirbelsäule, Kurmanadi Samyama, wird Festigkeit erreicht.“ Also, wenn ihr niemand habt, an den ihr euch sonst noch wenden könnt, außer Himmel und Erde, könntet ihr auch einfach sagen: „Jeden Tag konzentriere ich mich z.B. beim Pranayama oder in einer Vorwärtsbeuge auf diese Wirbelsäule.“ Das gibt schon auch eine Festigkeit von hinten. Aber noch besser wäre es, wenn ihr euch irgendwie vorstellen könnt: „Wie könnte ich noch Energie von hinten kriegen?“ Diese ganze Wissenschaft, von der ich euch jetzt gerade erzähle, nennt sich Kavacham. Kavacham, das ist die Weisheit, ein Energiefeld aufzubauen. Ängste sind nämlich dann störend, wenn sie das Energiefeld gründlich durcheinandergebracht haben. Dann wird es zur Angststörung. Mit kleineren Ängsten können wir leicht umgehen und selbst größere Ängste, die nur in einem bestimmten Kontext aufkommen, mit denen kann man auch gut umgehen. Aber wenn irgendwo das Energiefeld als Ganzes durcheinander gekommen ist, hilft zum einen erst mal vom Raja Yoga her, zu fragen: „Von welchen Ministern ist das der Ausdruck?“ Und dann wertschätzend anerkennen all das, was dahinter steckt, dann können wir mit diesem Kavacham uns öffnen für Himmelsenergie von oben, wir können uns öffnen für Erdenergie von unten, wir können uns gestärkt fühlen von hinten, und wir können die Anforderungen so ein bisschen zur Seite schicken, Seite oder seitlich vorne, und wir können uns vorstellen, wir strahlen nach vorne aus. Aber dann ist auch gut, sich in Situationen zu versetzen, wo wir ab und zu mal uns auch nach vorne öffnen können, z.B. vor seinem eigenen Altar, z.B. wenn man hier zum Satsang kommt, z.B. wenn man vor einem Altar steht, z.B. wenn man mit Menschen da ist, die viel positive Energie ausstrahlen. Wenn man Glück hat, zu seinem Partner. Hoffentlich nicht nur Glück, sondern man kann sich dort öffnen, die Energiefelder öffnen sich und helfen einem gegenseitig. Man kann sich aber auch vorstellen… Gut, es gibt manche, die sagen – in anderen Kulturen ist das noch umso üblicher – dass eben die verstorbenen Verwandten sind von hinten oder der Vater oder der Großvater, selbst wenn sie noch leben, die sind immer gegenwärtig und sind da von hinten. Gut, für mich ist klar, Swami Sivananda, Swami Vishnu, habe ich das Gefühl, sie seien hinter mir. Mit fällt das naturgemäß auch deshalb leicht, weil ich viele Stunden am Tag damit verbringe, Vorträge zu geben und dann sind die immer hinter mir dargestellt und so fällt natürlich das Bild besonders leicht, dass die auch sonst im Alltag weiter hinter mir sind.

Das war also der elfte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links:

 

Kundalini Yoga Ratgeber Angst

Yoga gegen AngstHeute geht es zum dritten Teil der Niederschrift des Workshops: Überwinden von Ängsten und Angst mit Yoga. Heute geht es um Ratschläge aus dem Kundalini Yoga zum Thema Angst. Grundsatz: Angst ist erst mal etwas Gutes. Angst ist Energieerweckung. Lerne, die Angst zu nutzen, von ihr beflügelt zu werden, statt von ihr überwältigt oder gar gelähmt zu werden. Hier also die Worte von Sukadev, aus der unbearbeiteten Niederschrift:

Also, viele Gründe, aber zuerst mal, bevor ich in viele Sachen hineingehe und natürlich, ich werde es vom Yogastandpunkt aus machen. Es heißt ja auch bewusst: „Ängste überwinden mit Yoga“. Es ist erst mal wichtig, zu verstehen, Angst ist grundsätzlich etwas Gutes. Und da können wir vom Kundalini Yoga gleich beginnen. Ich will nämlich das Ganze Konzept „Mit Yoga Ängste überwinden“, will ich dort angehen anhand der sechs Yogawege oder sechs Yogaarten, die so das Grundgerüst bilden von den Lehren von Yoga Vidya, was wir lehren. Wenn ihr die Yogalehrerausbildung mitmacht oder mitgemacht habt, dann lernt ihr das oder habt es gelernt. Und darauf will ich mich bei diesem Workshop beziehen, praktisch Tipps aus allen sechs Yogawegen recht breit angelegt, so dass jeder ganz sicher etwas finden wird, was ihm hilfreich sein wird. Vielleicht werden auch die meisten irgendwas finden, was für sie nicht hilfreich sein wird, aber die Großartigkeit beim ganzheitlichen Yoga ist ja auch, man sucht sich das aus, was wirkt und probiert das ein oder andere aus. Ich möchte vorher noch die Frage stellen: Wer von euch hat schon die Yoga Vidya Yogalehrerausbildung abgeschlossen?  Wer von euch macht gerade an einer Yoga Vidya Yogalehrerausbildung mit? Wer von euch hat eine andere Yogalehrerausbildung oder macht an einer anderen Ausbildung gerade mit? Wer macht noch keine Yogalehrerausbildung mit und hat auch keine mitgemacht? Euch besonders herzlich willkommen. Wer ist erstmals hier in diesem Zentrum? Für wen ist Yoga sehr neu? Wer war schon mal bei Yoga Vidya Bad Meinberg? Yoga Vidya Westerwald? Yoga Vidya Nordsee? Wer sieht mich heute physisch zum ersten Mal? Mich gibt es ja auch in elektronischer Form, sowohl als Stimme als auch als Bewegtbild. Ich habe jetzt nicht auf Astralerfahrungen gezielt. Es gibt einen ja heute nicht nur im physischen Körper, sondern auch auf verschiedenste Weise im Internet. Gut, dann habe ich so eine kleine Ahnung eures Vorwissen. Also, im Yoga sprechen wir von sechs Yogawegen und ich will erst mal aus dem Kundalini Yoga etwas, wobei ich vom Praktischen her dort nicht zu viel sprechen möchte. Kundalini Yoga würde sagen, Ängste sind eine Form von Prana. Prana heißt Lebensenergie. Angenommen, ihr habt einen anstrengenden Tag gehabt, ihr geht nach Hause und legt euch in euer Bett und plötzlich kommt eine Feuersirene oder irgendjemand sagt: „Feuer!“ Was passiert jetzt? Seid ihr weiter müde? Ihr habt gerade vorher gesagt: „Ich bin müde, ich kann keinen Finger mehr heben.“ In dem Moment, wo… Sofort ist man wach. Und wenn ihr noch dazu hört: „Rauch aus dem Kinderzimmer!“ Dann seid ihr so wach, wie vielleicht noch nie in eurem Leben gewesen. Und in einem solchen Zustand können Menschen weit über sich hinauswachsen. Also, Angst, man kann sagen, ist eine natürliche Weise, plötzlich Prana, Lebensenergie zur Verfügung zu stellen. Plötzlich ist es da. Und das ist etwas sehr Wichtiges. Und das gilt es auch erst mal, anzuerkennen, dass es gut ist, Ängste zu haben. Ich habe irgendwo mal gelesen von einem Menschen, der hat keine Angst. Und der hat ein ausgesprochen kompliziertes Leben. Der muss ständig überlegen und nachdenken, wo andere irgendwo intuitiv reagieren. Natürlich, schon aus Angst wird man nicht auf eine Balustrade von einem Balkon gehen, man wird aus Angst vermeiden, irgendwo zu große Balanceakte zu machen. Die haben das alles nicht. Die können einfach auf einen Fluss zugehen und wenn sie nicht genau aufpassen, sind sie drin. Die normalen Menschen haben die Angst und passen auf. Das erste Wichtige bei „Ängste überwinden“ ist anzuerkennen: „Es ist gut, dass ich Ängste habe.“ Und man kann auch den Ängsten dankbar sein und kann dankbar sein: „Ja, es ist gut, dass sie da sind.“ Aber wenn Ängste zu stark werden, dann ist es nicht so gut. Wenn sie einen beherrschen, ist es auch nicht gut. Aber es ist erst mal gut, dass anzuerkennen: „Ja, Ängste sind etwas Gutes.“ Ich will hier gleich auf einen zweiten Yogaweg eingehen, von dem ich später noch etwas mehr erzählen werde, aber hier, Raja Yoga. Also, Kundalini Yoga ist der Yoga der Energie und sieht alles als Energie. Und Ängste sind Energie und Ängste sind erst mal wichtig, aber wenn die Energie zu viel von Ängsten geprägt ist, dann ist natürlich der Energiekörper unruhig und dann müssen wir was tun, um die Energien wieder ruhig zu bekommen. Und so läuft Kundalini Yoga darauf hinaus, wir schauen, wie wir den Energiekörper in Ruhe bekommen und wir lernen, wie wir die Energien, die aus Ängsten kommen, positiv nutzen, anstatt sie lähmen zu lassen. Und Kundalini Yoga würde dann sogar sagen, jemand, der viele Ängste hat, ist gut, denn der hat viel Prana, das kann man viel transformieren und da kann sich schnell viel positive Energie entwickeln. Also, sollte jemand von euch recht viele Ängste haben, dann freut euch schon mal, ihr könnt mit Yogatechniken zügig daran arbeiten, sehr viel mehr Energie zu haben. Insbesondere, wenn die Ängste noch nicht bis in die Lähmung vollständig gegangen sind, in Depression und Burnout. Dann dauert es ein bisschen länger, geht aber auch.

– Fortsetzung folgt –

Das war also der dritte Teil der Mitschnitte der Vortragsreihe: „Angst und Ängste überwinden“. Aus einem Workshop mit Sukadev in der Yoga Vidya Yogaschule München im Herbst 2012. Hier noch ein paar Links: